Erdgasgriller mit Grillgut darauf

Erdgas-Abc

Wissenswertes zur Erdgasheizung

1. WARTUNG des Gasgeräts

Denken Sie rechtzeitig vor Beginn der Heizsaison an die Wartung des Gasgeräts durch den Fachmann. Ein regelmäßig durchgeführter Geräteservice sorgt für einen reibungslosen Betrieb, erhält den Wirkungsgrad und optimiert die Lebensdauer Ihrer Gastherme. Die Wartung ist gesetzlich vorgeschrieben und erfolgt durch den Installateur oder den Werkskundendienst des Herstellers. Das vom Hersteller vorgegebene Wartungsintervall liegt üblicherweise zwischen ein und zwei Jahren. Diese Überprüfungen gewährleisten die Funktionalität, Effizienz und Sicherheit Ihrer Gasanlage und reduzieren die Umweltbelastung beim Heizen. Tipp: Viele Installateure bieten auch ein Wartungsservice an. Dafür nützliche Links: unsere Erdgas-Partnerinstallateure (PDF, 78 kB) und die Wirtschaftskammer.

2. ÜBERPRÜFUNG der Anlage

Ihre Gasanlage ist alle 12 Jahre einer G10-/G K71-Überprüfung zu unterziehen. Dabei erfolgt eine sicherheitstechnische Überprüfung der Gas-Innenanlagen. Alle ein bis drei Jahre ist zudem eine wiederkehrende Überprüfung gemäß § 25 (1) Oö. Luftreinhalte- und Energietechnikgesetz vorgeschrieben, bei der im Rahmen einer Abgasmessung die Einhaltung von Sicherheits- und Umweltschutzvorschriften kontrolliert wird. Das genaue Prüfintervall wird durch die Nennwärmeleistung Ihres Geräts bestimmt. Diese Überprüfungen gewährleisten die Sicherheit Ihrer Gasanlage.
Die Spezialisten der LINZ STROM GAS WÄRME GmbH führen diese gerne für Sie durch.

3. MASSNAHMEN bei baulichen Veränderungen

Sie planen den Einbau neuer Rollläden, den Tausch oder die nachträgliche Abdichtung Ihrer Fenster und Türen, oder den Einbau neuer Absaugventilatoren im Bad und WC? Bei derartigen baulichen Veränderungen in Ihrem Wohnobjekt muss bei einem raumluftabhängigen Gasgerät* die Verbrennungsluftversorgung von einem Rauchfangkehrer überprüft werden.
*Gerät der Bauart B, welches die Luft aus dem Aufstellraum bezieht.

4. OPTIMIERUNG der Heizungssteuerung

Ihre Gasheizung läuft auf Hochtouren? Lassen Sie die Heizungssteuerung bereits bei der Inbetriebnahme vom Fachmann optimieren. Dieser überprüft und optimiert unter anderem die Steuerung der Warmwasserheizung (Pumpen, Ventile, Klappen etc.), kontrolliert die Thermostatventile und tauscht diese gegebenenfalls aus. Denken Sie auch an eine Nachtabsenkung Ihrer Heizung, denn diese schont Ihre Geldbörse und die Umwelt.

5. REINIGUNG des Heizsystems

Schlagen Sie bezüglich der Reinigung Ihrer Gastherme in der Gebrauchsanweisung nach und reinigen Sie nur die Oberflächen.

Achtung: Es dürfen keine entflammbaren Reinigungsmittel verwendet werden. Das Innenleben der Gastherme obliegt dem Fachmann und wird im Zuge der Wartung und Überprüfung kontrolliert und auch gereinigt.

Auch die Heizkörper sollten in regelmäßigen Abständen vom Staub befreit werden. Verwenden Sie hierfür eine Lamellenbürste, oder nehmen Sie das Lüftungsgitter bzw. die Abdeckklappe ab.

6. MODERNISIERUNG der Erdgasheizung

Ein Umstieg auf ein Erdgas-Brennwertgerät spart bis zu 30 Prozent der Energiekosten. Neben dem sparsamen Verbrauch weisen die Modelle der neuesten Generation einen sehr hohen Wirkungsgrad auf. 98 Prozent der eingesetzten Energie wird auch tatsächlich in Wärme umgewandelt. Damit steigt die Energieeffizienz, und die Umweltbelastung wird deutlich reduziert. Wussten Sie, dass sich eine Gasheizung ideal mit der Solartechnologie kombinieren lässt? So können Sie noch umweltschonender heizen und Warmwasser bereiten.

Lieferverträge mit bewährten Handelspartnern

Die ausreichende Erdgaslieferung wird im Wesentlichen durch Verträge mit verschiedenen bewährten Handelspartnern garantiert. Erdgasvorkommen gibt es in vielen Regionen der Erde. Die größten Erdgasvorkommen sind in Russland und in den Ländern des kaspischen Raums. Aber auch in der Nordsee und vor der Küste Amerikas wird Erdgas gefördert. Auch in Österreich wird Erdgas gewonnen. Die Forschung schätzt aufgrund modernster Erkenntnisse, dass die Erdgasreserven noch für mindestens 160 Jahre reichen werden. Jüngste Entwicklungen konzentrieren sich auf Biogastechnologien und leisten damit ebenfalls einen Beitrag zur Versorgungssicherheit.

Zuverlässige Lieferung

Erdgaskunden können sich darauf verlassen, dass Erdgas zuverlässig und rund um die Uhr aus der Leitung kommt. Ganz Europa ist mit einem dichten Erdgasnetz verbunden, das sämtliche Länder der EU gaswirtschaftlich versorgt. Dieses Erdgasnetz muss höchsten Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen und -vorschriften genügen und wird mit hohem Aufwand und großer Sorgfalt kontrolliert, gewartet und instand gesetzt.

Großzügiges Speichervolumen

Bezogen auf den Verbrauch hat kein anderes westeuropäisches Land so viel Erdgas-Speicherkapazität wie Österreich. Das garantiert nicht nur Ausfallsicherheit, sondern wirkt sich auch positiv auf die Preisstabilität aus. Durch große inländische Lagerstätten, in denen Erdgas in über 1.000 Metern Tiefe unter der Erde gelagert wird, können in Österreich Versorgungsspitzen bedient und Engpässe vermieden werden. Eines der größten europäischen, länderübergreifenden Gasspeicherprojekte ist der Porenspeicherverbund 7Fields im österreichischen Alpenvorland. Im Endausbau wird die Speicherkapazität von 7Fields rund 2,1 Milliarden Kubikmeter betragen und 7Fields damit zu den größten Porenspeichern Mitteleuropas zählen. Der Erdgasspeicher 7Fields ist ein Gemeinschaftsprojekt der österreichischen RAG, die für Planung, Errichtung und Betrieb verantwortlich zeichnet, und mehreren Erdgasversorgern, darunter natürlich auch LINZ GAS Vertrieb.

Technologische Sicherheit

Erdgasanwendungen gehören zu den sichersten Technologien: Die hohen Anforderungen an die Fachkräfte werden durch spezielle Ausbildungen geschult. Die laufend verbesserten und hochentwickelten Erdgastechnologien gewährleisten ein hohes Maß an Sicherheit.

Auf den nachfolgend angeführten Seiten können Sie sich über Verbände, Fachgruppen und die zuständige Landesinnung informieren:

Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmen:
http://www.gaswaerme.at

Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach:
http://www.ovgw.at

Innung der Wirtschaftskammer OÖ:
Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker

Zukunft Erdgas:
Zukunft Erdgas

Fragen zur Rechnung

Ein Betriebsvolumen ist das vom Gaszähler gemessene Gasvolumen im Betriebszustand.

Für Erdgas, das in Österreich geliefert oder verbraucht wird, ist eine Erdgasabgabe an das Bundesministerium für Finanzen zu entrichten. Die Erdgasabgabe wird bei jedem Kunden eingehoben und als Bundesabgabe an die Behörde überwiesen.

Der Energie-Verbrauchspreis beinhaltet die verbrauchsbezogenen Energiekosten. Die letztgültigen Preise finden Sie unter Preise & Tarife. Auf Wunsch senden wir Ihnen die Unterlagen gerne zu.

Einzelnen Monaten im Gasverbrauchszeitraum werden prozentuell bestimmte Anteile am Gesamtgasverbrauch eines Normjahres unter Berücksichtigung des zugehörigen Lastprofils zugeordnet.

Die Heizgradtage (auch Gradtagzahl genannt) werden zur Berechnung des Wärmebedarfs eines Gebäudes herangezogen. Sie beschreiben den Zusammenhang zwischen Raumtemperatur und Außenlufttemperatur für die Heiztage eines Bemessungszeitraums. Somit sind sie ein Hilfsmittel zur Bestimmung der Heizkosten und des Heizstoffbedarfs. Es wird also an jedem Tag der Heizperiode die Differenz zwischen Raumlufttemperatur und mittlerer Tagesaußentemperatur gebildet. Diese Differenzen werden dann für jeden Tag der Heizperiode aufsummiert. Je höher der Wert der Heizgradtage, desto kälter war es in diesem Jahr während der Heizperiode. Bei LINZ GAS Vertrieb wird eine Heizgrenztemperatur von 14 °C herangezogen.

Die Heizgrenztemperatur ist jene Tagesmitteltemperatur, ab der ein Gebäude beheizt werden muss. Bei LINZ GAS Vertrieb wird eine Heizgrenztemperatur von 14 Grad herangezogen. Jene Tage, an denen die Tagesmitteltemperatur unter der Heizgrenztemperatur liegt, gelten als Heiztage.

Eine Kilowattstunde (kWh) ist die Energiemenge, die bei einer Leistung von einem Kilowatt (1 kW) innerhalb von einer Stunde umgesetzt wird. Aufgrund der geltenden Rechtslage wird die gelieferte Erdgasmenge in kWh und damit der Energiegehalt Ihres Erdgasverbrauches abgerechnet.

Die vom Zähler aufgezeichnete verbrauchte Erdgasmenge in Kubikmeter (m³) wird dazu gemäß Verordnung der Energie-Control-Kommission umgerechnet.

Die Umrechnung erfolgt mittels Faktor, der von der geografischen Höhe und dem Einbauort Ihres Zählers abhängt. Auch der behördlich festgelegte Verrechnungsbrennwert (Energiegehalt von Erdgas) wird im Zuge der Umrechnung berücksichtigt.

Zur Ermittlung von Verbrauchswerten wird einzelnen Kundengruppen (z. B.: Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus, Gewerbe, Warmwasserbereiter, Heizer, Heizung und Warmwasserbereiter) temperaturzonenabhängig ein Durchschnittsgasverbrauch zugeordnet. Für die Erdgas-Jahresabrechnung (Abrechnungszeitraum 365 Tage) werden unabhängig von der Verbrauchskurve zwölf gleich hohe monatliche Teilbeträge vorgeschrieben.

Die Netzkosten deckt die Kosten des Netzbetreibers für Errichtung, Ausbau, Instandhaltung und Betrieb des Netzsystems. Diese werden von der Energie-Control Kommission in der Gas-Systemnutzungsentgelte-Verordnung festgelegt. Die Kosten setzen sich zusammen aus dem Netz-Arbeitspreis, der Netz Pauschale und der Zählermiete.

Die Netz Pauschale stellt den Grundpreis dar, sie wird gemäß § 10 (8) Gas-Systemnutzungsentgelte-Verordnung verrechnet. Diese Grundgebühr ist auch bei Nichtbenützung der Anlage zu bezahlen, solange das Messgerät (der Zähler) angeschlossen ist.

Der Netz-Arbeitspreis beinhaltet die verbrauchsbezogenen Netzkosten (Netznutzungsentgelt gemäß § 10 (8) Gas-Systemnutzungsentgelte-Verordnung). Die letztgültigen Preise erfahren Sie bei Ihrem jeweiligen Netzbetreiber.

Als Normjahr wird der Durchschnitt über den Witterungsverlauf der Jahre 1995-2014 herangezogen.

Ein Normvolumen ist das Volumen einer Gasmenge im Normzustand (bei einer Temperatur von 0°C und einem Druck von 1,01325 bar).

Die messtechnische Erfassung Ihres Gasverbrauches erfolgt mittels eines Gaszählers in Kubikmetern (m³). Die Verrechnung Ihres Gasverbrauches erfolgt allerdings in Kilowattstunden (kWh). Damit wird der Energiegehalt Ihres Gasverbrauches abgerechnet. Die Umrechnung erfolgt mittels Multiplikation eines Umrechnungsfaktors, der sich aus der Zustandszahl und dem Verrechnungsbrennwert ergibt. Diese beiden Werte sind von der geografischen Höhe und vom Ort abhängig, an dem Ihr Zähler montiert ist (Innen- oder Außenmontage). Der Umrechnungsfaktor ist auf Ihrer Gasrechnung angeführt.

Durch das so genannte Verbrauchsstufenmodell kommen je nach Jahresverbrauch unterschiedliche Energie-Verbrauchspreise und gesetzlich verordnete Netz-Verbrauchspreise zur Anwendung. Die Verbrauchsstufen sind behördlich festgelegt und werden der Reihe nach beginnend mit der Stufe 1 durchlaufen. Ein Berechnungsbeispiel dazu finden Sie auf Ihrer Rechnung.

In der Zählermiete sind die Kosten für die Anschaffung und den Betrieb der Messgeräte sowie für die Eichung und Ablesung enthalten. Diese Gebühr ist auch bei Nichtbenützung der Anlage zu bezahlen, solange das Messgerät (Zähler) angeschlossen ist. Sie wird von der Energie-Control Kommission in Form von Höchstpreisen festgelegt.

Ihre Gaskosten setzen sich aus drei Kostenblöcke zusammen: Energiekosten (für den eigentlichen Verbrauch), Netzkosten (für die Aufrechterhaltung der Leitungen etc.) und Steuern und Abgaben.

Möglichkeit 1: Der Gegenbrief aus der Vereinbarung ist zeitlich so an LINZ GAS Vertrieb gelangt, dass eine Berücksichtigung in der aktuellen Erdgas-Jahresabrechnung nicht mehr möglich war. Daher konnten die Gratisgastage in der folgenden Abrechnung nicht mehr berücksichtigt werden.
Möglichkeit 2: Bei LINZ GAS Vertrieb ist (noch) kein unterfertigter Gegenbrief eingelangt.

Die Jahresabrechnung erfolgt einmal jährlich, der Termin wird vom Netzbetreiber vorgegeben. Die Gratisgastage werden nach dem Eintreffen der Vereinbarung ab dem nächsten Monatsersten berechnet. Diese beiden Termine sind selten identisch. Meist kommt es daher zu einer aliquoten Aufteilung der Gratisgastage auf zwei Jahresabrechnungen.

Der Abrechnungstermin für Ihre Gemeinde wird vom Netzbetreiber vorgegeben. Wenn die Aliquotierung gegen Ende des Abrechnungszeitraums erfolgt, wirkt der Gegenwert der Gratis-Gas-Tage aufgrund des kürzeren Berücksichtigungszeitraums gering. Der größere Teil des Gegenwerts findet sich dann auf der nachfolgenden Abrechnung.

Die monatlichen Teilbeträge errechnen sich anhand des Vorjahresverbrauchs, der geschätzten Witterung des kommenden Abrechnungsjahres und des aktuellen Erdgaspreises.

Grundsätzlich wird der Vorjahresverbrauch unter Berücksichtigung der Heizgradtage und des Abrechnungszeitraums (365 Tage) und des aktuellen Preises herangezogen. Diese Information wird auf Seite 2 der Rechnung angedruckt. Liegt kein Jahresverbrauch vor, werden die Teilbeträge auf Basis des zu erwartenden Gasverbrauchs aufgrund der Schätzung vergleichbarer Kundenanlagen bzw. aufgrund des Vormieters-/besitzers berechnet, wobei durch den Kunden angegebene tatsächliche Verhältnisse berücksichtigt werden. Dazu wird der aktuelle Erdgaspreis herangezogen.

Die monatlichen Teilbeträge errechnen sich anhand des Vorjahresverbrauchs, der geschätzten Witterung des kommenden Abrechnungsjahres und des aktuellen Erdgaspreises. So kann es vorkommen, dass im vergangenen Jahr aufgrund eines sehr milden Winters der Erdgasverbrauch gering ausfiel. Für das kommende Jahr wird wieder ein Normalverbrauch angenommen und daraus die neuen Teilbeträge mit dem aktuellen Erdgaspreis berechnet. Dieser kann zwischenzeitlich gestiegen sein.

Im Energie-Grundpreis sind die Kosten für die Verrechnung und die Leistungsbereitstellung enthalten. Diese Grundgebühr ist auch bei Nichtbenützung der Anlage zu bezahlen, solange das Messgerät (der Zähler) angeschlossen ist.

Hier werden Leistungen gemäß § 10 (8) Gas-Systemnutzungsentgelte-Verordnung (GSNE VO) verrechnet. Es wird hier die Netzbereitstellung verrechnet, die Höhe dieser Pauschale wird von der Regulierungsbehörde E-Control festgelegt.

Bei jeder Änderung des Netztarifes muss jede Preiskomponente explizit für den neuen Verrechnungszeitraum neu auf der Abrechnung angeführt werden.

Umfasst der Abrechnungszeitraum bei der maschinellen Abrechnung kein volles Jahr (z. B. aufgrund eines Umzugs), oder ändern sich die Preise je verbrauchter Einheit innerhalb eines Abrechnungszeitraumes, so wird der für die Rechnung maßgebliche Verbrauch zeitanteilig berechnet. Hierbei werden die jahreszeitlichen Verbrauchsschwankungen angemessen berücksichtigt.

Dies ist zum Beispiel bei einer Preisänderung im laufenden Jahr der Fall. Der gesamte Verbrauch im Abrechnungszeitraum ist dann in einen Zeitabschnitt vor der Preisänderung und einen danach liegenden Zeitabschnitt aufzuteilen. Für letzteren ist der neue Preis gültig.

Für jeden Monat im Jahr gilt dann ein bestimmter Prozentsatz, der für den Anteil am Jahresverbrauch steht. So kann ein stabiler und seriöser Näherungswert für die tatsächliche Verbrauchsmenge ermittelt werden. Der tatsächliche Wert wird von uns nur berücksichtigt, wenn der Kunde zum Zeitpunkt der Preisänderung den Zählerstand selbst abliest und uns den abgelesenen Zählerwert mitteilt.

Die Gratisgastage werden auf dem Detailblatt zur Jahresabrechnung unter der Position „Erdgaskosten“ ausgewiesen.

Die messtechnische Erfassung Ihres Gasverbrauches erfolgt mittels eines Gaszählers in Betriebskubikmetern (Bm³). Die Verrechnung Ihres Gasverbrauches erfolgt jedoch in Kilowattstunden (kWh). Damit wird der Energiegehalt Ihres Gasverbrauches abgerechnet.

Die Umrechnung erfolgt in zwei Schritten: Zunächst wird Ihr Gasverbrauch von Betriebskubikmeter (Bm³) auf Normkubikmeter (Nm³) umgerechnet. Wesentlich sind hier die geografische Höhe Ihrer Abnahmestelle und der Zählereinbauort (Innen- oder Außenmontage). Diese Faktoren werden mit der „Zustandszahl“ in der Umrechnung berücksichtigt. Der Faktor zur anschließenden Umrechnung von Normkubikmeter auf kWh wird als Verrechnungsbrennwert bezeichnet. Dieser ist in § 10 Z 3 der Gas-Systemnutzungsentgelte-Verordnung (Novelle 2017) festgelegt und drückt die Qualität des Erdgases aus.

Die Umrechnungsformel lautet somit:
Betriebskubikmeter x Zustandszahl x Verrechnungsbrennwert = Kilowattstunden

Die Verrechnung von Erdgas erfolgt seit 1. Jänner 2004 aufgrund gesetzlicher Vorschriften in Kilowattstunden (kWh). Dazu muss die Anzeigeeinheit Ihres Gaszählers, die naturgemäß in Kubikmetern vorliegt, auf kWh umgerechnet werden.

Die Umrechnung erfolgt gemäß der ÖVGW Richtlinie G O110 mittels Umrechnungsfaktor. Die wesentlichen Größen zur Bestimmung dieses Umrechnungsfaktors sind dabei zum einen der behördlich festgesetzte Verrechnungsbrennwert (gemäß Gas-Systemnutzungsentgelte-Verordnung (GSNE) ab 01.01.2021: 11,31 kWh/Nm³). Zum anderen werden die geografische Höhe und der Einbauort Ihres Zählers herangezogen. Weicht der vom jeweiligen Regelzonenführer veröffentlichte Verrechnungsbrennwert um mehr als (+/-) 2 % vom alten Wert ab, so kommt gemäß Gas-Systemnutzungsentgelte-Verordnung dieser zur Anwendung.

Im Erdgas-Netz der LINZ NETZ GmbH gelten folgende Umrechnungsfaktoren:

Umrechnungsfaktoren
Gemeinde
Umrechnungsfaktor von m³ auf kWh
(seit 1. Jänner 2021)
Alkoven
10,60878
Altenberg bei Linz
10,34865
Asten
10,66194
Eferding
10,63366
Eidenberg
10,14507
Fraham
10,63366
Goldwörth
10,64610
Gramastetten
10,26835
Hellmonsödt
9,92000
Holzhausen
10,54544
Hörsching
10,61783
Kirchberg-Thening
10,55789
Kirchschlag bei Linz
9,94488
Leonding
10,60199
Lichtenberg
10,25025
Linz
10,64045
Marchtrenk
10,60199
Oftering
10,59182
Ottensheim
10,62801
Pasching
10,59860
Puchenau
10,53527
Pupping
10,64384
Sankt Gotthard im Mühlkreis
10,50699
Scharten
10,62122
Steyregg
10,54544
Traun
10,64045
Walding
10,57146
Wilhering
10,59634
Bei einem höheren Druck als 22 mbar am Gaszähler erfolgt eine dementsprechende Anpassung des Umrechnungsfaktors.

Der Energiegehalt Ihres Gasverbrauches wird in Kilowattstunden abgerechnet, da sich dadurch die Möglichkeit eines Vergleichs zu anderen Energiequellen ergibt.

Der Tarif von LINZ GAS Vertrieb ist in 5 Verbrauchsstufen unterteilt:

0 - 8.000 kWh
Preis a
8.001 – 15.000 kWh
Preis b
15.001 – 40.000 kWh
Preis c
40.001 – 80.000 kWh
Preis d
über 80.000 kWh
Preis e

Der Preis sinkt je Stufe (siehe Preisblatt), derzeit haben die Stufen 2 bis 5 den gleichen Preis. Im Abrechnungszeitraum durchläuft Ihr Verbrauch eine Stufe nach der anderen.

Beispiel: bei 17.000 kWh Verbrauch bezahlt man für die ersten 8.000 kWh Preis a, für die nächsten 7.000 kWh Preis b und für die nächsten 2.000 kWh Preis c.

LINZ GAS Netz hat 5 Verbrauchsstufen (Verbrauchsstufe 1, 2 und 3 sind gleich bepreist, Verbrauchsstufen 4 und 5 haben einen unterschiedlichen Tarif). Bei entsprechend niedrigem Verbrauch bis zum Grenzwert der Verbrauchsstufe 1 wird auch nur diese angezeigt.

Bei jeder Änderung des Netztarifs muss dieser unter Berücksichtigung des neuen Zeitraumes explizit auf der Abrechnung angeführt werden.

Es gibt drei Möglichkeiten der Zählerstandsermittlung:
1) Ablesung durch den Kunden
2) Ablesung durch den Netzbetreiber
3) Rechnerische Ermittlung des Zählerstandes

Zu Punkt 3: Bei der rechnerischen Ermittlung des Zählerstandes werden die jahreszeitlichen Verbrauchsschwankungen angemessen berücksichtigt. Für jeden Monat im Abrechnungsjahr gilt dann ein bestimmter Prozentsatz, der für den Anteil am Jahresverbrauch steht. Dadurch kann ein stabiler und seriöser Näherungswert für die tatsächliche Verbrauchsmenge ermittelt werden.

Auf dem Deckblatt Ihrer Jahresabrechnung finden Sie neben Ihren Kundendaten Ihren persönlichen Verbrauch im Abrechnungszeitraum sowie den Gesamtrechnungsbetrag. Ihre Verbrauchsentwicklung zum Vorjahr ist auf Ihrer Rechnung auch grafisch dargestellt.

Ein hoher Verbrauch lässt sich zum einen witterungsbedingt durch eine längere Heizperiode als üblich oder durch einen besonders kalten Winter erklären. Zum anderen kann auch ein Defekt in der Heizungsanlage (Gastherme, falsch eingestelltes Thermostat) die Ursache sein. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an einen Installateur. Auch Änderungen in Ihrem persönlichen Umfeld oder in Ihren Wohnverhältnissen (z. B. Familienzuwachs, Wohnraumerweiterung) wirken sich auf Ihren Verbrauch aus.

Tipp: Die Gasgeräte der neuesten Generation sind aufgrund der Brennwerttechnik besonders effizient im Verbrauch. Durch einen Gasgerätetausch können Sie somit Ihren Verbrauch reduzieren, gleichzeitig schonen Sie durch die verringerten CO2-Emissionen auch die Umwelt.

Grundversorgung

Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften wird jenen Haushaltskunden, die sich schriftlich auf die Grundversorgung (gemäß § 124 GWG) berufen der Tarif Mein Erdgas Komfort angeboten. In diesem Fall sind Rabatte in Form von Gratisgastagen ausgenommen.

Generell gelten die Allgemeinen Lieferbedingungen der LINZ GAS Vertrieb GmbH & Co KG (ALB), insbesondere gelten die im Bundesrecht OÖ - § 124 GWG normierten Kündigungsbestimmungen.

LINZ GAS Vertrieb
Wiener Straße 151
4021 Linz
Tel. 0732/3400-8000
Fax 0732/3400-8009
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