Regionalkläranlage Linz-Asten

Schritt für Schritt zum sauberen Wasser

Faultürme im Grünen

Sämtliche Abwässer aus Linz und 39 Umlandgemeinden werden über die Regionalkläranlage Linz-Asten entwässert. Das Einzugsgebiet beträgt 900 km². Darüber hinaus werden auch die biologisch abbaubaren Abwässer der Großindustrie aufgenommen. Der Industrieanteil beträgt ca. 45 % der Gesamtbelastung. Dementsprechend ist die Kläranlage auf eine Kapazität von 950.000 Einwohner-Gleichwerten ausgelegt. Der maximale Regenwetterzufluss aus dem überwiegend nach dem Mischsystem entwässerten Einzugsgebiet beträgt 8,8 m³/s, der maximale Trockenwetterzufluss 2,7 m³/s.

Optimaler Standort

Der Grund für den Standort der Kläranlage ist die Donaustaustufe Abwinden-Asten. Der Stau des Kraftwerkes reicht bis in das Stadtgebiet von Linz. Daher wurde der Standort der Kläranlage in der östlichen Nachbargemeinde auf Höhe des Kraftwerkes so gewählt, dass die Linzer Kanäle im freien Gefälle bis zur Kläranlage entwässern können. Das Abwasser wird in die Kläranlage gehoben, mechanisch und biologisch (Kohlenstoff-, Stickstoff- und Phosphorentfernung) gereinigt und anschließend in das Unterwasser des Kraftwerkes geleitet.

Effizientes Energiemanagement

Die technisch erstklassige Ausrüstung der Kläranlage gewährleistet einen verfahrens- und energietechnisch optimierten Betrieb. So wird die geforderte Reinigungsleistung aus ökonomischer wie auch verfahrenstechnischer Sicht durch eine zeitgemäße Prozessleittechnik mit geringst möglichem Energieeinsatz für Belüftung und Umwälzung erzielt.

Hier finden Sie die Öffentlichkeitsinformation/Notfallinformation (PDF, 109 kB) der Regionalkläranlage Asten

Die Regionalkläranlage im Detail

Ausbaugröße: 950.000 EW

Abwassermengen:
Maximalter Trockenwetterzufluss: QTW 2,7m³/s
Maximaler Zufluss Biologie: QBio-max. 4,8 m³/s
Maximaler Mischwasserzufluss: QMW-max. 8,8 m³/s

Schmutzfrachten:
CSB: 112 to CSB/d
BSB5: 57 to BSB5/d
Stickstoff: 10 to Ges. N/d
Phosphor: 2,0 to Ges. P/d

Anlagen:
Mechanische Reinigungsstufe
Schneckenpumpwerk
4 Förderschnecken à 2,2 m³/s (8,8 m³/s), Durchschnittliche Förderhöhe 4 m
Rechenanlagen
4 Grobrechen 8 cm Spaltbreite, 1 Grobrechengutwäscher à 4,0 m³/h, 4 Feinrechen 1 cm Spaltbreite, 2 Feinrechengutwäscher à 4,0 m³/h (8,0 m³/h)
Sandfanganlage
4 Langsandfänge, 30 m à 135 m³ (540 m³)
2 Sandwäscher
Vorklärung
2 Vorklärbecken mit je 50 m Innendurchmesser à 6.900 m³
Gesamtinhalt 13.800 m³
Aufenthaltszeit bei max. Trockenwetterzufluss 1,42 h
Aufenthaltszeit bei maximalem Mischwasserzufluss 0,44 h

Biologische Reinigungsstufe
Belebungsbecken

CSB - Bemessungsfracht (85. Perzentil), 72 to CSB/d
N-Bemessungsfracht 10 to N/d
Bemessungs-Schlammalter (12° C) 12d
2 Selektormischbecken à 3.500 m³ (7.000 m³)
4 Umlaufbelebungsbecken à 12.000 m³ (48.000 m³)
Verbindungs- und Vermischungsgerinne
4 Umlaufbelebungsbecken à 11.000 m³ (44.000 m³)
Summe Belebungsbeckenvolumen 99.000 m³
Wassertiefe TW 7,4 m
Wahlweise ein- oder zweistraßig betreibbar
Wahlweise mit oder ohne Step-feed (Kaskadendenitrifikation)

Sauerstoffzufuhr
Maximaler Sauerstoffbedarf 4,7 to O2/h
Maximaler Sauerstoffbedarf 60 to O2/d
Maximale Luftmenge Betrieb 70.000 Nm³/h
Membran-Streifenbelüfter 3.248 Stk.
2 x 2 plus 8 x 8 Rührwerke
2 Turboverdichter, à 650 kW 9.000 - 22.000 N m³/h
4 Turboverdichter, à 350 kW 5.500 - 12.200 N m³/h
Sauerstoffertrag - Reinwasser 4,3 kg O2/ kWh

Nachklärung
8 Becken mit je 50 m Innendurchmesser à 8.750 m³ (70.000 m³)
Je Nachklärbecken eine Beschickungspumpe Q = 1.100 l/s, H = 2 m
Maximale Oberflächenbeschickung qA 1,0 m/h
Maximale Schlammvolumenbeschickung qSV 450 l/m²/h

Schlammbehandlung
Primär-Schlamm-Eindickung
2 Voreindicker à 1.500 m³ (3.000 m³)
Überschuss-Schlamm-Eindickung
4 Bandeindicker à 550 kg TS/h (2.200 kg TS/h)
Faulanlage
3 Faulbehälter à 10.400 m³ Inhalt (31.200 m³)
Aufenthaltszeit 30 d
Faulschlamm-Entwässerung
3 Zentrifugen mit Polymerkonditionierung 3.300 kg TR/h
Endstoffgehalt 25 - 30 %
2 Schlammsilos à 250 m³
Klärschlamm-Entsorgung
Verbrennung im RHKW-Linz

ENERGIEPRODUKTION
Faulgasanfall (65 % CH4), 18.000 m³/d
Deponiegasanfall (45 % CH4), 13.000 m³/d
Gasmisch/-speicherbehälter 5.000 m³
Biomethananlage 450 Nm³CH4/h
6 BHKW (Gasmotore) à 650 kWel (3.900 kWel)
Überschusswärme zur Fernwärmeversorgung

DI Thomas Gamperer LINZ SERVICE Bereich Abwasser
Wiener Straße 151
4021 Linz
Tel. 0732/3400-6118
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