Stofftasche auf Holzboden mit Äpfeln und Körnern.
Abfall

Abfallvermeidung

Der beste Abfall ist jener, der gar nicht erst entsteht.

Abfallpyramide mit den Abteilungen: Vermeidung, Vorbereitung zur Wiederverwendung, Recycling, Sonstige Verwertung und Beseitigung.

Die EU-Abfallrahmenrichtlinie gibt die sogenannte Abfallhierarchie vor. An der Spitze der Abfallhierarchie stehen die Abfallvermeidung und die Wieder- bzw. Weiterverwendung - diese werden aufgrund ihrer Wichtigkeit breiter dargestellt als die restlichen drei Entsorgungsvarianten. Die Beseitigung von Abfällen in Form von Verbrennung und Deponierung steht immer ganz am Ende des Lebenyszyklus eines Produktes - denn entlang seiner Lebenszeit sollten seine Rohstoffe möglichst oft genutzt werden. Zum Einen durch möglichst lange Nutzung ("Vermeidung") und zum Anderen durch z.B. Reparieren ("Vorbereitung zur Wiederverwendung").

Folgende Abfallvermeidungsprojekte können Sie in Linz unterstützen:

Ein brauner Karton zur Sammlung von noch brauchbaren Altwaren.

Sammeln. WiederBeleben. WiederVerwenden.

ReVital bedeutet Wiederbelebung zur Wiederverwendung und funktioniert ganz einfach:

Man gibt intakte, funktionstüchtige Altwaren in einem der Linzer Altstoffsammelzentren ab. Dort werden sie kontrolliert gesammelt, ihre Aufbereitung in qualifizierten Einrichtungen durchgeführt und die revitalisierten Produkte an die jeweiligen ReVital Partner geliefert, welche vorwiegend beschäftigungsfördernde Organisationen sind. Um den neuen Besitzern hohe Standards zu garantieren, werden nur jene Produkte angenommen, die definierten Annahmekriterien entsprechen und vollständig, unbeschädigt und ansehnlich sind.

ReVital Box:

Um die Sammlung leichter zu machen, gibt es die ReVitalbox. Der Karton wird im flachen Format in den Linzer Altstoffsammelzentren ausgegeben, kann schnell und einfach zusammengebaut werden und ist auch im gefüllten Zustand leicht transportierbar.

In Linz werden die aufbereitete Waren in Volkshilfe Shops verkauft. Wo Sie diese finden, welche Altwaren Sie abgeben können und an welchen Stellen, finden Sie HIER.

Anhänger von LINZ AG Abfall mit der Aufschrift: "Sauber aufgedeckt, mieten Sie Geschirr für Ihr Event".

Verleih des Geschirrmobils

Bereits in den 90er Jahren hat sich die Stadt Linz mit dem Schwerpunkt Abfallvermeidung auf Festen und Veranstaltungen beschäftigt. Die meisten der damals eingeführten Maßnahmen (wie die Verwendung von Mehrweghäferl auf Weihnachtsmärkten oder eben das Geschirrmobil) gehören zum Linzer Erscheinungsbild.

Weitere Infos erhalten Sie HIER

Abbildung von reparaturführer.at mit Aufschrift "Reparieren statt wegwerfen: Die clevere Reparatur-Suche in Oberösterreich"

Finde den richtigen Reparaturprofi

Dein Backofen, Fernseher, Handy oder deine Waschmaschine sind kaputt gegangen? Dann lasse das beschädigte Gerät lieber reparieren bevor du es entsorgst.

Bereits seit Juli 2015 findet man unter www.reparaturfuehrer.at/ooe zahlreiche Reparaturbetriebe für eine große Bandbreite an Produkten. Mit über 500 registrierten Betrieben allein in Oberösterreich kann schnell und unkompliziert ein „Reparaturprofi“ gefunden werden. Einfach den zu reparierenden Gegenstand in der Stichwortsuche eingeben oder die entsprechende Kategorie auswählen und schon werden die nächstgelegenen Reparaturmöglichkeiten angezeigt.

Großer Reperaturkoffer

Werkzeugkoffer zum Ausleihen

Immer öfter bilden sich Reparaturnetzwerke und Repair-Cafés. Durch solche Initiativen kann verhindert werden, dass Produkte verfrüht zu Abfall werden. Reparieren schont Ressourcen, indem die Lebensdauer von Produkten verlängert und so die Abfallmenge reduziert wird.

Im Rahmen des EU Interreg Projektes „Grenzüberschreitende Vernetzung und Initiierung von Reparaturinitiativen Oberösterreich – Landkreis Passau“ wurden ein Reparaturkoffer sowie eine Informationsbroschüre entwickelt. Durch einen kostenlosen Verleih des Reparaturkoffers sollen reparaturinteressierte Personen und Vereine beim Start einer Reparaturinitiative unterstützt werden.

Alle Informationen zum Verleih des Reparaturkoffers finden Sie hier.

Tipps und Tricks zur Abfallvermeidung

Jeder kann durch kleine Änderungen im Alltag einen Beitrag zum Umwelt- und Naturschutz und somit zum Schutz unserer Lebensgrundlage leisten:

Frau steht, mit Zwiebeln in der Hand, vor der Gemüseabteilung.

Tipps für den alltäglichen Einkauf:

  • Schreiben Sie sich vor dem Einkaufen eine Liste und kaufen Sie nur das ein, was Sie wirklich brauchen.
  • Achten Sie darauf, möglichst verpackungsarme Produkte einzukaufen. Meiden Sie großvolumige Verpackungen.
  • Vergleichen Sie Grundpreise - oft sieht es auf den ersten Blick nur so aus, als wären Großpackungen billiger.
  • Nutzen Sie Mehrweg-Angebote.
  • Nutzen Sie Mehrwegnetze und -säcke für den Einkauf von Gemüse und Obst. Die in Lebensmittelgeschäften angebotenen Plastiksackerl, aber auch Papier- und Bioplastiksäcke sind Einwegprodukte, die nur selten ein weiteres Mal genutzt werden.
  • Nehmen Sie Ihre eigenen Vorratsdosen und - behälter mit. Viele Lebensmittelketten bieten inzwischen die Möglichkeit an, sich Wurst, Käse, etc. in eigene Behälter füllen zu lassen.
  • Inzwischen gibt es immer mehr Lebensmittelgeschäfte, die möglichst auf Verpackungen verzichten. Nutzen Sie dieses Angebot auch in Linz - hier hat Anfang 2020 der "Unpackbar"-Laden seine Pforten geöffnet.
  • Kaufen Sie kein Wasser in Flaschen. Österreichs Wasser ist sehr guter Qualität. Wenn Sie Wasser mit Kohlensäure wollen, gibt es inzwischen Alternativen, um dieses zuhause herzustellen (z.B. Sodastream).
  • Kaufen Sie, wenn Sie entsprechenden Behältnisse bereits zuhause haben, möglichst Nachfüllpackungen. Hier passt mehr Inhalt in weniger Verpackungsmaterial.

Kaputte Zahnbürste

Abfallvermeidung in den eigenen 4 Wänden

  • Nutzen Sie statt Einweg-Papierservietten wiederverwendbare, waschbare Stoffservietten.
  • Statt Küchenrolle können Sie ebenso Geschirrtücher oder andere Putztücher verwenden.
  • Nutzen Sie für das Aufbereiten von Jausen eigene Mehrwegbehältnisse oder Wachstücher statt Einwegverpackungen wie Alufolie oder Butterbrotpapier.
  • Viele Staubsauger kommen inzwischen ohne Beutel aus. Wenn Sie einen neuen benötigen, achten Sie beim Kauf darauf, dass er beutellos funktioniert.

Abfallvermeidung im Badezimmer:

  • Nutzen Sie Produkte mit Austauschmöglichkeit z.B. Zahnbürsten mit Wechselkopf oder Rasierer mit Wechselklingen. Dann ist nicht gleich das ganze Produkt zu entsorgen, wenn die Borsten bzw. Klingen abgenutzt sind.
  • Nutzen Sie Seife und festes Shampoo statt Duschgel und Shampoo in Flasche. Meist sind diese nur in Papier eingepackt und man kommt lange damit aus.
  • Nutzen Sie statt Wattepads (oder Abschminktücher) wiederverwendbare Pads aus Stoff.

Kleidungseinkauf geht auch nachhaltig

Kleider hängen auf Kleiderstange.

  • Achten Sie beim Kleidungseinkauf auf Qualität. Besonders billige Waren haben meist keinen emotionalen Wert, eine kurze Lebensdauer und landen daher schnell im Abfall.
  • Nutzen Sie nach Möglichkeit das Angebot von Second-Hand-Läden, Flohmärkten und Online-Tauschbörsen. Die ist nicht nur etwas für Bedürftige. Oft findet man gerade dort besondere Stücke mit Seltenheitswert zu einem guten Preis.
  • Entsorgen Sie nicht mehr benötigte Altkleidung im Altstoffsammelzentrum. Dort wird sie entsprechend sortiert und noch brauchbare Kleidung für soziale Zwecke aufbereitet. Hier finden Sie Infos, welche Textilien im ASZ entsorgt werden können. Bedenken Sie jedoch, dass die Unmengen an Altkleidung, die in Österreich jährlich entsorgt werden, nicht alle wiederverwendet oder recycelt werden können. Die oberste Priorität hat trotzdem die Abfallvermeidung.

Das grüne Büro

Grüne Taste mit Blatt auf einer Tastatur.

  • Bedrucken Sie Papier möglichst beidseitig oder nutzen Sie nicht mehr benötigte, einseitig beschriebene Blätter zumindest für Notizen.
  • Drucken Sie Notizen mit weniger Tinten-Einsatz und in schwarz-weiß.
  • Nutzen Sie nach Möglichkeit Recycling-Papier. Wenn es dieses Angebot in Ihrer Firma noch nicht gibt, fragen Sie aktiv danach.
  • Nutzen Sie nachfüllbare Stifte und ökologische Büroartikel (Klebstoffe, Lineale und Stempel, ...)
  • Nutzen Sie für die Jause oder das Mittagessen selbst mitgebrachte Behältnisse und nehmen Sie Ihre eigene Trinkflasche mit.

Details zu ökologischen Büroartikeln können Sie gerne unter www.bueroeinkauf.at nachschlagen.

Abbildung von zwei Liegen und einem Sonnenschirm auf einem Strand, mit Palmenblättern im Vordergrund.

Ressourcen schonen auch im Urlaubsgenuss

  • Nehmen Sie Ihre eigene Trinkflasche mit. Sie kann Ihnen nicht nur auf der Reise sondern auch am Urlaubsort gute Dienste leisten.
  • Bereits bei der Hotelauswahl kann man auf die Umwelt achten: Besonders bei Hotels am Meer gibt es inzwischen zahlreiche Anbieter, die keine Wegwerfprodukte wie Minishampoos oder -duschgels anbieten.
  • Badeschlapfen sind oft sehr geringer Qualität und werden daher schnell zu Abfall. Achten Sie daher beim Einkauf auf Qualität und kaufen Sie keine "Einweg-Schlapfen".
  • Auf Urlaub kann man nicht komplett auf Abfall verzichten. Nehmen Sie jedoch jedenfalls Ihren eigenen Abfall von den Ausflugszielen wieder mit.
  • Nutzen Sie keine Einwegprodukte wie Strohhalme, Einwegteller, etc.

Elektrogeräte sind allgegenwärtig

Einkaufswagen mit verschiedenen Elektrogeräten.

  • Kaufen Sie nur Geräte, die Sie wirklich brauchen und nutzen Sie sie möglichst lange.
  • Achten Sie darauf, dass Geräte reparierbar sind und dass entsprechende Ersatzteile angeboten werden.
  • Lassen Sie Schäden an Geräten nach Möglichkeit reparieren. Sie können zum Einen den Reparaturführer nutzen. Hier kann man online nach offiziellen Reparaturstätten suchen. Zum Anderen gibt es auch immer öfter freiwillige Zusammenschlüsse, wo gemeinsam Geräte repariert werden (in Linz gibt es z.B. das Repaircafé Otelo).
  • Entsorgen Sie nicht mehr benötige Elektrogeräte in einem der vier Linzer Altstoffsammelzentren. Noch funktionstüchtige Geräte werden über das Revitalprogramm einer Wiederverwendung zugeführt. Kaputte Geräte werden verwertet, wodurch wichtige Roh- und Wertstoffe recycelt und so im Kreislauf geführt werden können.
  • Mit dem Kauf von gebrauchten Geräten (z.B. über verschiedene Onlineplattformen oder Volkshilfe ReVitalshops) spart man nicht nur Geld sondern auch Ressourcen.

Verwenden statt verschwenden - Lebensmittel sind wertvoll

Essen wird von einem Teller in den Müll geworfen.

Wer kennt das nicht? Beim Kochen für die Familie ist mal wieder einiges übrig geblieben. Oft wandern die Reste gleich in den Abfall oder in Behältnissen in den Kühlschrank. Aus den Augen, aus dem Sinn - leider verliert man gerne den Überblick, was sich noch alles im Kühlschrank befindet. In Oberösterreich werden in den Haushalten jährlich rund 40 kg an Lebensmitteln im Abfall entsorgt - das entspricht einem Wert von ca. 300€.

Was kann jeder einzelne von uns tun, um diesem Trend entgegen zu wirken?

  • Richtige Lagerung ist das A und O, um Lebensmittel möglichst lange frisch zu halten:
    • Kühlschranktür: Butter, Getränke, Eier
    • Glasplatte: leicht verderbliche Lebensmittel wie Fleisch oder Fisch
    • Obst- und Gemüsefächer: Gemüse, Salat, Obst
    • stark wasserhaltiges Gemüse (Tomaten, Gurken etc.), exotische Früchte (Bananen, Mangos etc.) sowie Zitrusfrüchte (Orangen, Zitronen), Kartoffeln, Brot und geschlossene Konserven gehören nicht in den Kühlschrank.
  • Die Lebensmittel am besten in transparenten Glasbehältern lagern - dort sieht man immer, was und welche Menge noch übrig ist. Außerdem Reste nach Möglichkeit gesammelt an einem eigenen Platz im Kühlschrank aufbewahren. So hat man einen guten Überblick und kann die Reste entsprechend verplanen.

  • Oft werden Lebensmittel in Groß- bzw. Aktionspackungen angeboten, was einen dazu verleiten kann, zu viel einzukaufen. Nicht immer ist der Grundpreis einer Großpackung geringer - daher das Motto "Genau hinschauen und kontrollieren".

Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) und Verbrauchsdatum

Das MHD informiert darüber, wie lange ein Lebensmittel MINDESTENS haltbar ist. Bei dieser Information geht es aber nicht so sehr um die Sicherheit des Konsumenten, sondern garantiert seitens Hersteller die Qualität des Produkts für einen gewissen Zeitraum. Der Zeitraum wird daher möglichst kurz gewählt, um nur in diesem hinsichtlich Veränderungen bei Geschmack, Farbe oder Konsistenz zur Verantwortung gezogen werden zu können. Das MHD gibt somit nicht an, ob ein Lebensmittel noch genießbar ist oder nicht. Am besten verlässt man sich viel mehr auf die eigenen Sinne des Sehens, Fühlens, Riechens und Schmeckens.
Ein Verbrauchsdatum wie z.B. bei Fleisch oder Fisch sollte hingegen eingehalten werden, da es bei einem Genuss von Lebensmitteln, deren Verbrauchsdatum schon überschritten ist, zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen kann.

Hier ein paar Tipps zum Umgang mit ausgewählten Lebensmitteln:

Marmeladenglas steht auf Holz vor verschiedenen Beeren.

Geschlossen sind Marmeladen bzw. Konfitüren meist noch mehrere Monate bzw. Jahre gut. Hat sich Schimmel gebildet, dann diesen bei Produkten mit mehr als 50% Zuckergehalt großzügig entfernen. Schimmlige Marmeladen mit weniger als 50% Zuckergehalt sind zu entsorgen.

Eier in einem Stoffsack.

Eier können meist noch zwei Wochen nach Ablauf des MHD gegessen werden. Testen, ob ein Ei noch gut ist, kann man, indem man es in ein Glas Wasser legt. Bleibt es unten, ist es noch in Ordnung. Wenn man sich nicht sicher ist, öffnet man das Ei am besten und macht eine Riechprobe - ein faules Ei hat einen unverkennbaren Geruch.

Milchprodukte vor Holz-Hintergrund

Joghurt und Topfen halten oft bis zu zwei Wochen länger, als das MHD angibt. Bei Käse sind oft sogar mehrere Wochen über dem MHD kein Problem. Die Butter ist der Spitzenreiter, denn sie hält sogar bis zu einige Monate länger, als das MHD verspricht.

Müsli in einer Schale auf Holztisch. Im Hintergrund befinden sich Nüsse und andere Müslisorten

Müsli und Getreideflocken (z.B. Haferflocken, etc.) bleiben unter Normalumständen auch mehrere Wochen und Monate über das MHD hinaus gut.

Pudrig-heller Belag auf Trockenfrüchten bzw. ein ranziger Geschmack bei Nüssen oder Getreide bedeutet jedoch, dass diese nicht mehr verzehrt werden sollten.

Was tun mit den "Restln"?

Rezeptideen zur "Restlverwertung"

Um Lebensmittel(reste) nicht unnötig wegwerfen zu müssen, haben wir hier einige Tipps und Restl-Rezeptideen für euch aufgelistet:

Frisch gebackener Brotlaib.

Brot wird oft sehr schnell trocken und hart, ohne dabei Schimmel anzusetzen. Muss man es dann gleich wegwerfen? Die Antwort ist ein klares Nein! Besprenkle es mit ein bisschen Wasser und rein in die Mikrowelle - das Brot wird wieder weich und duftet wie frisches Brot.

Alte Semmeln und übrig gebliebene Semmelbrösel eignen sich außerdem wunderbar für die Herstellung von Fleischlaibchen, denn bei diesen sind gerade alte Semmeln genau richtig.

Aus altem Brot kann man auch Brotchips herstellen:

Zutaten:

  • Altes Brot oder Baguette
  • Olivenöl oder je nach Vorliebe ein anderes
  • getrocknete Kräuter wie z.B. Basilikum, Oregano, Rosmarin oder Mischungen italienischer Kräuter
  • Salz
  • optional: 1 Knoblauchzehe

Zubereitung:

  1. Brot in Scheiben schneiden - etwa 3mm dick
  2. Brotscheiben auf einem Backblech verteilen und dünn mit Öl bestreichen
  3. Salz mit Kräutern (und der gepressten Knoblauchzehe) vermischen und auf die Brotscheiben verteilen
  4. bei 180°C Ober-/Unterhitze (oder Umluft bei 160°C) 15-20min backen, bis sie eine leichte Bräune haben

Nudelmuffins in Muffinform umgeben von Öl, Ketchup und Reis.

Die richtige Nudelmenge abschätzen ist schwer. Oft bleibt die eine oder andere Menge über. Was tun mit dem Rest? Gemeinsam mit übrig gebliebenen Gemüse- und/oder Wurst-/Käseresten ergeben sie ausgezeichnete Nudelmuffins - perfekt als Hauptspeise oder als Snack für zwischendurch.

Hier unser Rezept:

Zutaten:

  • Nudeln
  • wahlweise übrig gebliebenes Gemüse wie Erbsen, Champignon, Paprika, etc.
  • Zwiebel/Lauch
  • Schinkenreste
  • Öl
  • Salz, Pfeffer, frisches Basilikum
  • ein paar Esslöffel Semmelbrösel zum "Bestauben" der Formen
  • ein paar Eier
  • ein bisschen Milch
  • Crèmefraìche oder Sauerrahm (oftmals bleibt beim Kochen ein halber Becher, etc. übrig)
  • geriebener Käse
  • Ketchup

Zubereitung:

  1. Zwiebel bzw. Lauch klein schneiden
  2. Pilze waschen und klein schneiden, die gewaschenen Lauchzwiebeln in Ringe und den Schinkel würfelig schneiden
  3. Öl in einer Pfanne erhitzen, die Pilze darin gut anbraten, Lauchzwiebeln dazugeben und kurz mitbraten, mit Salz und Pfeffer würzen.
  4. Die gekochten Nudeln, Erbsen, gehacktes Basilikum und Schinken dazumischen.
  5. Die Muffinbackblechs mit Öl bestreichen und mit Semmelbröseln „bestauben“.
  6. Die Nudelmischung in die Mulden verteilen und gut andrücken.
  7. Eier, Milch und Sauerrahmmit einer Gabelaufschlagen, salzen und pfeffern.
  8. Dieses Gemisch ins Backblech füllen, mit dem Käse bestreuen und im vorgeheizten Rohr bei ca. 160 °C backen (ca. 30 Minuten bzw. bis die Nudelmuffins goldbraun sind).

Aufgeschnittenes Bananenbrot mit frischen Bananen im Hintergrund.

Bananen werden oft viel zu schnell braun. Verhindern kann man dies, indem man den Strunk mit einem kleinen Stück Folie umwickelt - um wiederum Abfall zu vermeiden, möglichst keine Frischhaltefolie, sondern eine Folie, die man bereits zuhause hat, verwenden.

Hat sich das Braun werden einmal nicht verhindern lassen, gibt es jedoch zahlreiche köstliche Restl-Rezepte wie Bananenshakes, Bananenbrot etc., um die alten Bananen noch zu verwerten.

Hier ein tolles Rezept für Bananenbrot:

Zutaten:

  • 4 alte bzw. überreife Bananen (dürfen also ruhig schon ordentlich braun sein)
  • 80g Zucker
  • 250g Mehl
  • 80g geschmacksneutrales Öl (z.B. Raps- oder Sonnenblumenöl)
  • 10g Backpulver
  • ein wenig Zimt
  • Mark einer Vanilleschote
  • 100g dunkle Schokolade bzw. Kochschokolade

Zubereitung:

  1. Backofen auf 185°C Ober-/unterhitze oder 170°C Umluft vorheizen
  2. Bananen mit Zucker und Öl zerdrücken
  3. Mehl, Backpulver und Zimt hinzufügen und kurz umrühren
  4. Schokolade hacken und unter den Teig heben
  5. Kastenform einfetten und Teig einfüllen
  6. Ca. 50 min backen

Abbildung von Apfelmus auf einem Holztisch, mit frischen Äpfeln im Hintergrund.

Äpfel, Birnen und anderes Obst kann oft schnell mehlig bzw. weich und runzlig werden und sieht dann nicht mehr unbedingt zum Anbeißen aus. Aus solchem Obst kann man wunderbar Kompott oder Mus zaubern.

Und so einfach geht Apfelmus:

Zutaten:

  • 8-10 Äpfel
  • 200ml Wasser
  • Nelken, Zimtstange, Vanillestange oder andere Gewürze
  • optional, damit das Apfelmus nicht braun wird: Saft einer halben Zitrone

Zubereitung:

  1. Äpfel schälen und Gehäuse sowie Kerne entfernen
  2. optional: Äpfel schälen - bei biologischen Äpfeln muss man nicht schälen, denn in der Schale stecken die meisten Vitamine
  3. Äpfel in kleine Stücke schneiden
  4. Äpfel mit dem Wasser in einen Topf geben und bei niedriger bis mittlerer Hitze kochen - an dieser Stelle gibt man auch den Zitronensaft hinzu, wenn erwünscht
  5. nach 20min ist dein Mus schon fertig - du kannst es nun grob stampfen oder zu einem sehr feinen Mus pürieren
  6. Um es haltbar zu machen, fülle es sofort in sterilisierte Konservengläser, verschließe sie luftdicht und lasse sie kopfüber abkühlen

Bild von einer Gemüsesuppe auf einem Holztablett. Im Hintergrund Tomaten und Brot.

Oft bleiben vom Mittagessen Gemüsereste wie z.B. Kartoffeln, Brokkoli oder Karotten übrig. Auch übrige Nudeln oder Reis ergänzen eine Restlsuppe perfekt und lassen sie sehr sättigend werden. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Hier ein Grundrezept für vier Portionen Restlsuppe:

Zutaten:

  • 1 Liter Wasser
  • übrig gebliebenes Gemüse-Kochwasser
  • 1 - 2 Tassen Gemüse-/Nudel-/Reisreste
  • Gewürze, Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Gemüse in Stücke schneiden
  2. wenn erwünscht/vorhanden Zwiebel anrösten und noch nicht gekochte Gemüsereste darin anbraten
  3. mit dem Kochwasser aufgießen
  4. bereits gekochtes Gemüse hinzufügen
  5. zum Schluss noch mit Gewürzen, Pfeffer und Salz abschmecken und wenn nötig, noch etwas biologischen Suppenwürfel hinzufügen

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