Erdgas-ABC

Erdgas und Umwelt

Erdgas gehört zu den umweltschonendsten Energieträgern: Bei der Verbrennung entsteht wenig Kohlendioxid - etwa 30% weniger als bei einer Ölheizung und sogar 60% weniger als bei einer Kohle-/Koks-Heizung.

Zudem werden weitaus geringere Mengen Stickoxide, Kohlendioxid und unverbrannte Kohlenwasserstoffe freigesetzt. Im Gegensatz zu Holz, Kohle oder Heizöl enthält Erdgas außerdem keinen Schwefel, daher emittiert eine Erdgasheizung auch kein Schwefeldioxid (Bestandteil des sauren Regens).

Da Erdgas mittels Pipelines und Erdgasleitungen zum Endverbraucher befördert wird, verursacht es auch keine indirekten Emissionen durch die bei Holz, Kohle und Heizöl nötigen Fahrten der Lieferfahrzeuge.

Die optimalen Brennstoff- und Verbrennungseigenschaften von Erdgas garantieren auch dafür, dass in der Heizanlage weder Asche (wie bei Holz und Kohle) noch Ruß (wie bei Holz, Kohle und Heizöl) anfallen.

Für die Kombination mit erneuerbaren Energien ist eine Erdgasheizung geradezu ideal. Das „Dream-Team“ Erdgasheizung und Sonnenkollektoren vereint viele Vorteile:

  • günstige Betriebskosten
  • Versorgungssicherheit
  • geringe Emissionen
  • Wohnbauförderungskriterien werden erfüllt

Naturgas 30 - ein Biogas-Erdgas-Gemisch mit 30 % Biogasanteil

Logo Naturgas: roter Schriftzug mit Blume

Mit Erd- und Naturgas bleiben Sie am Ball: Führende Hersteller und Forschungseinrichtungen entwickeln und erproben laufend innovative Gastechnologien. So setzte die Erdgasheizung z. B. vor vielen Jahren eigene Maßstäbe mit der hocheffizienten, emissionsarmen Brennwertnutzung. Andere Energieträger sind dazu erst seit kurzem in der Lage, erreichen aber trotz aller Anstrengungen bei weitem nicht die Werte der Gasheizung.

Erdgas und Naturgas sind auch prädestiniert für den Einsatz in Brennstoffzellen, Stirlingmotoren, Blockheizkraftwerken, Mikrogasturbinen, Wärmepumpen und Kraftwerken. Kein anderer Brennstoff eignet sich für eine derart breite Anwendungspalette!

Wegen der o.a. Vorteile wird Erdgas gerade auch von Großkunden geschätzt: Mit keinem anderen Brennstoff lassen sich Emissionsauflagen so leicht erfüllen wie mit Erdgas!

Erdgas-Anwendungen

Erdgastechnologien gehören zu den effizientesten und umweltschonendsten und bieten von allen Brennstoffen punkto Anwendungsvielfalt die größte Bandbreite

Heizen mit Erdgas von LINZ GAS Vertrieb

Legende zur Übersichtstabelle: + = typischer Anwendungsbereich

Anwendungstechnologien
Wohnobjekte
Betriebsobjekte
Heizen
+ +
 
Warmwasser
+ +
 
Kochen
+ +
 
Erdgas-Griller
+ +
 
Erdgas-Kamine
+
Waschen, Spülen, Trocknen
 
+
Mobile Erdgas-Wärmestrahler
+
+
Erdgas-Wärmestrahler in Betrieben
+
+
Erdgas-Warmluftheizer
 
+
Erdgas-Hochdruckreiniger
 
+
Gas-Wärmepumpe
+
+
Kühlen mit Erdgas
+
+
Gasmotor-BHKW
 
+
Gewerbliche Erdgas-Anwendungen
 
+
Erdgas-Prozesswärme
 
+
Mobilität mit Erdgas
+
+

Weitere innovative Anwendungen mit Erdgas

Darüber hinaus war Erdgas immer schon prädestiniert für die Entwicklung neuer, innovativer Anwendungen:

  • Brennstoffzelle
  • Mikrogasturbine
  • Stirlingmotor

Heizen mit Erdgas von LINZ GAS Vertrieb

Innenansicht eines Wohnraumes mit Esstisch im Vordergrund

Ihre Erdgasheizung schafft Behaglichkeit. Sie ist zuverlässig und richtet sich nach Ihrem individuellen Bedarf. Mit Erdgas können Sie die verschiedensten Heizungsvarianten relalisieren - von der Einzelraumheizung und der Etagenheizung für die Wohnung über die Zentralheizung für das ganze Haus bis hin zur großen Anlage für mehrere Objekte. Natürlich einschließlich Warmwasserbereitung.

Erdgas im Neubau

Neubauten benötigen besonders wenig Heizenergie: Perfekt passt hier eine hocheffiziente Erdgas-Brennwertanlage kombiniert mit einer thermischen Solaranlage bzw. einer Photovoltaikanlage. Diese Kombination wird vom Land OÖ gefördert .
Die Erdgas-Brennwertanlage erzeugt z. B. die Wärme und das Warmwasser in der Heizperiode und während der Nacht, die Solaranlage erwärmt das Warmwasser im Sommer und unterstützt die Heizung in der Übergangszeit.

Erdgas im Bestandsbau

Erdgasheizungen sind nicht nur besonders effizient und emissionsarm, sondern auch sehr anpassungsfähig: Die sogenannte modulierende Betriebsweise gleicht im Zusammenspiel mit der Heizungsregelung die Heizleistung ständig an den Bedarf an.

Wenn Sie also eine neue Heizung planen, so ist eine Erdgasheizung ideal, denn eine Überdimensionierung ist durch den modulierenden Heizbetrieb eigentlich nicht mehr möglich. Im Gegenteil: Bei geringerer Auslastung steigt der Wirkungsgrad von Ergas-Brennwertheizkesseln sogar noch an.

Moderne Heizungsregelungen sorgen für Wohlbefinden

Die Heizungsregelung sorgt dafür, dass Sie sich trotz ständig wechselndem Wetter in Ihren vier Wänden behaglich fühlen. Über Außen- und Raumtemperaturfühler passt sie die Heizleistung und die Temperatur der Witterung und den Ansprüchen der Bewohner an. Außerdem schonen Sie durch den sparsamen Betrieb Ihre Geldbörse.

Bei der Auswahl Ihres optimalen Heizungssystems helfen Ihnen gerne Ihr Partnerinstallateur (Link) oder Ihr Kundenberater von LINZ GAS Vertrieb (Link) weiter.

Verschiedene Förderungen (Link) bieten einen zusätzlichen Anreiz Ihre bestehende Heizung auf Erdgas umzustellen bzw. Ihre bestehende Erdgas-Heizung zu modernisieren.

Erdgas-Wärmepumpe

Zwei Mädchen sitzen vor dem Fenster und frisieren sich gegenseitig

Die Erdgas-Wärmepumpe wird mit Erdgas betrieben. Durch die Nutzung von Umgebungswärme wird der Wirkungsgrad im Vergleich zum kondensierenden Gaskessel weiter gesteigert.

Bei der Auswahl Ihres optimalen Heizungssystems helfen Ihnen gerne Ihr Partnerinstallateur (Link zur Partnerinstallateurliste) oder Ihr Kundenberater von LINZ GAS Vertrieb (Link) weiter.

Erdgas-Kamin und Kachelofen

Ein Vater liegt spielt mit seinem Sohn auf einem Kuschelfell vor dem erdgasbetriebenen Kamin

Für gemütliche Abendstunden und wohlige Wärme sorgen mit Erdgas betriebene offene Kamine und Kachelöfen. Ihre Vorteile dabei: kein Schleppen von Holz, kein Qualm, keine Asche und leichte Pflege.

Sie verbinden die Vorzüge moderner Technik mit der Faszination des offenen Feuers.

Eine Dame steht im Badezimmer vor dem Spiegel und wäscht sich ihre Hände

Erdgas von LINZ GAS Vertrieb sorgt dafür, dass Sie warmes Wasser jederzeit und in ausreichender Menge zur Verfügung haben.

Die Geräteauswahl für die Warmwasserbereitung mit Erdgas umfasst alle Größen- und Leistungsklassen. Bei den verschiedenen Systemen unterscheidet man grundsätzlich nach dem Durchlauf- und nach dem Speicherprinzip.

Das Durchlaufprinzip beruht darauf, dass Wasser zu erwärmen, während es durch das Gerät fließt. Diese Technologie ist besonders sparsam, da es nur den momentanen Warmwasserbedarf deckt. Es ist allerdings nur bedingt dafür geeignet, mehrere Zapfstellen gleichzeitig zu versorgen - besonders dann, wenn diese im Haus weiter auseinander liegen. Geräte nach dem Durchlaufprinzip sind z. B. der Durchlauferhitzer oder die Kombiheiztherme, die außerdem Wärme zur Raumheizung liefert.

Geräte, die nach dem Speicherprinzip arbeiten, erwärmen das Wasser direkt (über ein innen liegendes Heizregister) oder indirekt (über einen an den Speicher angeschlossenen externen Wärmetauscher).
Auf diese Weise erwärmt die Erdgasheizung das Speicherwasser. Besonders umweltschonend ist natürlich die Kombination mit einer thermischen Solaranlage!

Geräte mit indirekter Erwärmung werden über den Erdgasbrenner des Heizkessels befeuert und sind an die intelligente Regelungstechnik des Heizkessels gekoppelt. Dadurch können sie zu bestimmten Zeiten automatisch in einen Sparmodus geschaltet werden.

Direkt befeuerte Wasserspeicher (Boiler mit eigenem Erdgasbrenner) verfügen über eine manuell bedienbare Regelungstechnik mit deren Hilfe die Geräte in verschiedene Wärmestufen sowie ein- und ausgeschaltet werden können.

Welche Geräte sich für Ihre Anforderungen am besten eignen, erfahren Sie bei Ihrem Partnerinstallateur (Link) oder bei Ihren Energieberatern von LINZ GAS Vertrieb (Link).

Eine Dame kocht auf einer Gas-Kochfeld auf einem Wok

Erdgas zum Kochen, Braten, Grillen und Backen bietet im Vergleich mit anderen Energieformen viele Vorteile.

So liefern Erdgas-Geräte sofort nach dem Zünden der Flamme die gewünschte Wärmeleistung. Vorheizen fällt ebenso weg wie Nachheizen - das spar kostbare Energie. Ideal für die Küche ist Erdgas durch die feine Dosierbarkeit der Erdgasflamme und der damit zur Verfügung stehenden Hitze.

Die Vielfalt aller derzeit am Markt erhältlichen Erdgas-Herde lässt so gut wie keine Wünsche offen. Sie reicht vom Standherd über den Unterbauherd und Einbauherd bis hin zum Einbau-Backofen und zum Glaskeramik-Kochfeld. Die modernen Geräte bieten Komfort und Sicherheit. Elektrische Flammenzündung und thermoelektrische Zündsicherung (beim Erlöschen der Flamme wird die Gaszufuhr unterbrochen) sind heute Standard.

Auch den Energiebedarf betreffend sind Sie mit einem Erdgas-Kochgerät gut beraten. Denn der Wirkungsgrad von Erdgas ist beim Kochen hervorragend.

Nur zwei Dinge braucht Ihr moderner Erdgas-Herd: Eine Erdgas-Steckdose und für die elektrische Zündung, für Beleuchtung und Zeituhr etc. einen Stromanschluss.

Jetzt bares Geld sparen - mit Erdgas!

10 gute Gründe für ein Erdgasauto:

  1. Erdgas ist natürlich und umweltschonend
  2. Erdgas ist sparsam und billiger
  3. Erdgas ist sicher
  4. Erdgas reduziert die Emission von Stickstoffoxiden, CO und CO2
  5. Erdgas ist schwefel-, ruß- und partikelfrei
  6. Mit Erdgas fahren sie leiser
  7. Erdgas ist ganz einfach tankbar
  8. Erdgasautos werden von immer mehr Automarken serienmäßig produziert
  9. Das Erdgas-Tankstellennetz wächst europaweit
  10. Erdgasautos haben Zukunft!

Mehr lesen

Erdgas-Griller

Fleischstücke auf einem erdgasbetriebenen Griller

Grillen gehört zur Gartensaison, und mit einem Erdgas-Griller macht´s noch mehr Spaß. Wenn Ihr Gas-Griller über die Erdgas-Steckdose versorgt wird, ersparen Sie sich das lästige Schleppen der Gasflaschen. Außerdem sind die Erdgas-Griller einfach und sauber zu bedienen und die Hitze ist jederzeit auf Knopfdruck verfügbar.

Erdgas-Griller sind in unterschiedlichen Ausführungen und meist mit mehreren, einzeln regulierbaren Brennern erhältlich.

Zur Versorgung der Geräte benötigen Sie spezielle Erdgas-Steckdosen.

Waschen, Trocknen, Spülen

Eine Dame entspannt sich am Pool

Wäsche waschen

Beim Wäsche waschen haben Sie die Möglichkeit, durch einen Warmwasseranschluss an Ihrer Waschmaschine eine Menge Zeit, Energie und Geld zu sparen.

Die Waschmaschine nutzt warmes Wasser aus dem Speicher Ihrer Erdgasheizung. Dadurch verkürzt sich zum Beispiel der Waschvorgang bei 60° C um rund 10 Prozent.

Voraussetzung ist, dass Ihre Waschmaschine über separate Anschlüsse für Warm- und Kaltwasser verfügt. Ist dies nicht der Fall, besteht die Möglichkeit einen Nachrüstsatz zu installieren. Kosten, die Sie sich später durch die Energieeinsparung rechnen.

Wäsche trocknen

Beim Trocknen Ihrer Wäsche können Sie ebenfalls mit Erdgas rechnen. Der moderne Erdgas-Wäschetrockner stellt mit rund 40 Prozent geringerem Energiebedarf eine energiesparende Alternative zum Elektrogerät gleicher Leistung dar.

Als Ablufttrockner arbeitet er mit einem elektronisch gezündetem Gasbrenner. Die vom Brenner erwärmte Luft trocknet die Wäsche in einer sich drehenden Trommel.

Geschirr spülen

Für Ihren Geschirrspüler bietet Erdgas eine wirtschaftliche Lösung. Hier liegt die mögliche Energiekostenersparnis bei etwa 40 Prozent. Der Spüler läuft im Universalprogramm bei 55° C rund 25 Prozent kürzer, wenn er an die zentrale Warmwasserversorgung angeschlossen ist.

Da Geschirrspüler grundsätzlich über separate Warm- und Kaltwasseranschlüsse verfügen, ist hierbei von der technische Seite kaum etwas zu beachten.

Erdgas-Steckdose

Ein Vater sitzt mit seinem Kind am Tisch und spielt mit einem Spielzeugmotorrad

Flexible Erdgas-Haushaltsgeräte - eine Steckdose macht´s möglich

Ob Waschmaschine, Wäschetrockner, Geschirrspüler, Herd, Grill oder Terrassenstrahler - erdgasbetriebene Haushaltsgeräte sind einfach und problemlos an Erdgas-Steckdosen anzuschließen. Die für Erdgas-Steckdosen verfügbaren Anschlussschläuche haben typische Längen von 500, 800, 1.000, 1.250 und 1.500 mm.

Das erleichtert die Küchenplanung und die Installation. Flexibilität wie bei Elektrogeräten steigert den Komfort von Erdgas beträchtlich.

Ein Tipp für Neubauten:

Erdgas-Steckdosen (vor allem im Terrassenbereich) von vornherein mit einplanen. In bestehenden Gebäuden kann die Erdgas-Steckdose von Ihrem Installateur meist problemlos nachgerüstet werden.

Wärmestrahler

Zwei Frauen trinken Kaffee auf der Terrasse, daneben ein Erdgas-Wärmestrahler

Erdgas-Wärmestrahler sorgen unabhängig von Saison und Witterung für angenehme Temperaturen auf der Terrasse, im Gastgarten usw. Durch die Verwendung von Erdgas als Energie bieten die Geräte dabei wesentliche Vorteile:

  • Erdgas-Wärmestrahler sind äußerst preiswert im Betrieb
  • Ihre Bedienung ist einfach, sie sind immer einsatzbereit
  • Erdgas-Wärmestrahler sind auch nachträglich problemlos zu installieren

Wie funktioniert der Erdgas-Wärmestrahler?

Der Erdgas-Wärmestrahler besteht aus einem Wärme-Strahlungskopf, der von innen erhitzt wird. Durch den darüber liegenden Aluminiumschirm wird die erzeugte Wärme nach unten reflektiert und so die Umgebung beheizt. Im Durchschnitt verbraucht ein Gerät pro Betriebsstunde nur rund einen Kubikmeter Erdgas.

Zwei Modelle zur Auswahl:

  • freistehende Erdgas-Wärmestrahler
  • abhängbare Erdgas-Wärmestrahler für die Wand- und Deckenmontage

Ideale Einsatzbereiche für Erdgas-Wärmestrahler:

  • Gastronomie: Gastgärten, Cafés, Sekt- und Punschstände, Schneebars, Swimmingpools, Terrassen
  • Sportanlagen: Golf-Driving-Ranges, Rastbereich bei Eislaufplätzen, Asphalt- und Eisschützen-Anlagen, Ruhebereich bei Tennisanlagen
  • Gemeinden: Sport- und Freizeitanlagen, Straßenmärkte und Dorffeste, Kinderspielplätze, Advent- und Weihnachtsmärkte
  • Privatbereich: Terrassen, Swimmingpools, Gärten, Gartenhäuser

Das Prinzip der Erdgas-Wärmestrahler wurde der Sonne abgeschaut. Diese Geräte erzeugen Infrarotstrahlen die die Luft nahezu verlustfrei durchdringen. Sie werden erst spürbar - also als Wärme empfunden - wenn sie auf Personen oder Flächen treffen.

Da die Wärme überwiegend durch Strahlung in den Raum eingebracht wird, ist eine Erwärmung des Luftvolumens auf die gewünschte Lufttemperatur nicht nötig. Das spart wertvolle Energie. Aufgrund der niedrigeren Lufttemperatur entstehen auch geringere Temperaturdifferenzen zwischen Innen- und Außenluft – damit sinken auch die Transmissionsverluste.

Hierdurch werden also nicht nur die Energiekosten und somit auch die Betriebskosten erheblich gesenkt, sondern das Wärmegefühl bei den Mitarbeitern verbessert sich ebenfalls. Abhängig vom System und den Gebäudeeigenschaften kann meist mit Einsparungen zwischen 30% und 50% gerechnet werden.

Im Wesentlichen werden dabei zwei Technologien unterschieden: die Hellstrahler und die Dunkelstrahler.

Hellstrahler

Wichtigstes Bauteil von Hellstrahlern ist eine Keramikplatte, welche durch saubere Verbrennung eines Gas-Luftgemisches Infrarotstrahlung erzeugt. Die Oberfläche der Keramikplatten erhitzt sich dabei auf etwa 950°C und glüht dabei „hell“: Daher der Name „Hellstrahler“.

Über Reflektoren wird die Wärmestrahlung gezielt nach unten abgegeben. Hellstrahler finden Anwendung bei der Beheizung von Industrie- und Gewerbehallen, Lager- und Logistikhallen, Werkstätten, Sporthallen und Kirchen. Darüber hinaus gibt es Sondermodelle für die Beheizung von Terrassen, für die Gastronomie oder Fußballstadien.

Dunkelstrahler

Bei Dunkelstrahlern werden vor Wärmereflektoren montierte Stahlrohre durch einen Erdgasbrenner von innen erwärmt. Der Gebläsebrenner erzeugt dabei eine lange, laminare Flamme (ohne Verwirbelungen), die die Strahlrohre bis zu 650°C erhitzt. Die Rohre emittieren dadurch Infrarotstrahlung, die in den zu beheizenden Bereichen als angenehme Wärme wahrgenommen wird. Im Gegensatz zum Hellstrahler glühen die Rohre nicht hell, sondern bleiben dunkel. Deshalb wird diese Art der Heizgeräte auch als Dunkelstrahler bezeichnet.

Erdgas-Warmluftheizer geben Wärme über einen warmen Luftstrom ab, der durch Auslasslamellen gelenkt werden kann. Für die kontrollierte Luftbewegung sorgt ein Ventilator und die Wärme wird durch hochmoderne, bewährte Gasbrennertechnik erzeugt.

Die Geräte zeichnen sich durch kompakte Abmessungen, flexible Einsatzmöglichkeiten und Geräuscharmut aus. Ihr Leistungsbereich liegt ungefähr zwischen 12 und 230 kW.

Je nach Bedarf können Erdgas-Warmluftheizer an der Wand bzw. unter der Decke montiert werden. Sie sind aber auch als Standgeräte erhältlich. Mehrere Abgas- und Frischluft-Varianten runden die flexible Montagemöglichkeit ab.

Bei Einsatz modulierender Gasbrennertechnik – dabei passen die Geräte die Leistungsabgabe automatisch an den Bedarf an – werden besonders hohe Wirkungsgrade erreicht. Das bedeutet energiesparenden und kostengünstigen Betrieb. Die Anlagen erlauben außerdem nicht nur eine flexible, sondern auch eine schnelle und preiswerte Installation.

Erdgas-Warmluftheizer bieten sich für wirtschaftliches Heizen in Werkstätten, Industrie- und Lagerhallen, in Sport- und Ausstellungshallen sowie in Gewächshäusern an.

Mit Gasbrennern beheizte Hochdruckreiniger für Gewerbe- und Industriebetriebe gibt es sowohl in mobiler als auch stationärer Ausführung. Sie reinigen mit Heißwasser (< 100° C) und Dampf (> 100° C).

Erdgas-Hochdruckreiniger werden z. B. in Autohäusern, Kfz-Werkstätten, Tankstellen, Waschstraßen, Speditionen, Straßenverkehrsbetrieben, Feuerwehren, auf Flugplätzen, bei Bauunternehmen, im Hygienebereich von Schlachthöfen, Fleischfabriken, Molkereien, Brauereien und in der Fastfood-Industrie eingesetzt.

Die Abgase des gasbeheizten Geräts können ins Freie oder über einen Kamin mit Abgasesse abgeleitet werden.

Voraussetzung ist ein Erdgasanschluss und ein Anschluss ans Stromnetz.

Die Gaswärmepumpe ist eine Wärmepumpe, die mit Erdgas angetrieben wird. Durch die Nutzung von Umgebungswärme wird der Wirkungsgrad im Vergleich zum kondensierenden Gaskessel weiter gesteigert.

Es gibt drei unterschiedliche Funktionstypen von Erdgas-Wärmepumpen:

1. Gas-Motorwärmepumpe

Die Gasmotor-Wärmepumpe ist die engste Verwandte der Elektrowärmepumpe. Analog zur Elektrowärmepumpe wird die Umgebungswärme mit Hilfe eines Arbeitsmediums (auch Kältemittel genannt) vom tieferen zum höheren Temperaturniveau gepumpt.

Dazu durchläuft das Arbeitsmedium immer wieder denselben Kreislauf: Im Kondensator (Verflüssiger) ändert das Arbeitsmedium seinen Zustand von gasförmig auf flüssig und gibt dabei die aufgenommene Umgebungswärme ab. Das flüssige Arbeitsmedium nimmt danach im Verdampfer die Umgebungswärme auf und wird dabei wieder gasförmig (es verdampft). Der Kreislauf beginnt im Kompressor von Neuem.

Der Kompressor einer Gasmotorwärmepumpe wird von einem Gasmotor angetrieben (in einer Elektrowärmepumpe ist dies ein Elektromotor). Der Gasmotor gibt, wie der Motor eines Autos, auch Wärme ab. Diese Abwärme geht aber nicht verloren, sondern wird ebenfalls zum Heizen verwendet. Dieser Wärmepumpen-Prozess kann auch umgekehrt werden, wodurch aus der gleichen Maschine eine Kältemaschine wird, die im Sommer zum Kühlen von Gebäuden eingesetzt werden kann.

2. Gas-Absorptionswärmepumpe

Bei der Absorptions-Wärmepumpe wird die Umgebungswärme mittels eines Arbeitsmedium-Kreislaufs vom tieferen zum höheren Temperaturniveau gepumpt. Das Arbeitsmedium ist in diesem Fall Ammoniak, das innerhalb der Maschine abwechselnd gasförmig und in Wasser gelöst ist. Diesen Kreislauf betreibt ein Gasbrenner, der die Ammoniak-Wasser-Lösung erhitzt und so das Ammoniak wieder als Gas aus dem Wasser austreibt.

Das heiße Ammoniakgas gelangt in den Kondensator, gibt seine Wärme als Heizenergie ab und wird wieder flüssig. Danach gelangt das flüssige Ammoniak in den Verdampfer, wo es Umgebungswärme aufnimmt und wieder gasförmig wird.

Im danach folgenden Absorber löst sich das Ammoniakgas in Wasser und gibt dadurch die aufgenommene Wärme ab. Vom Absorber wird das Wasser-Ammoniak-Gemisch wieder in den Austreiber gepumpt, und der Kreislauf beginnt erneut. Auch bei der Absorptions-Gaswärmepumpe kann durch Umkehren des Kreislaufes gekühlt statt geheizt werden.

3. Gas-Adsorptionswärmepumpe

Der Sorptionsprozess im Modul läuft in zwei Phasen ab: In der ersten Phase wird der Zeolith mit Hilfe des Gasbrenners auf ca 130°C erhitzt. Dabei desorbiert das Wasser und strömt als Dampf in den unteren Teil des Moduls. Hier kondensiert der Dampf und gibt dabei seine Kondensationswärme an den unteren Wärmetauscher bzw. das Heizsystem ab. Dieser Schritt ist beendet, wenn der Zeolith trocken ist und sich das gesamte Wasser im unteren Teil des Moduls befindet. Nun wird der Brenner ausgeschaltet und das Modul kühlt unter Umgebungstemperatur ab. In der zweiten Phase wird die Umgebungswärme eingekoppelt. Die solarthermisch erwärmte Sole aus den Kollektoren führt dem Verdampfer "kalte" Energie zu. Das Wasser verdampft nun im unteren Teil des Moduls mit Hilfe der kostenlosen Umgebungswärme. Der Dampf strömt in den oberen Teil des Moduls und wird dort vom Zeolith adsorbiert, die dabei frei werdende Adsorptionswärme wird ebenfalls genutzt. Wenn das Wasser vollständig verdampft ist, beginnt der Prozess erneut.

Klimaanlagen sind auch in Österreich immer mehr gefragt - nicht nur für PKW sondern auch für Gebäude. Ausgelöst wird dies durch wachsende Anforderungen an das Raumklima.

Wohn- und Büroräume, die auch bei starker Sonneneinstrahlung und hohen Außentemperaturen gleichmäßig temperiert sind, bieten mehr Komfort und bessere Arbeitsbedingungen. Das wertet die Gebäude auf und verbessert die Vermietbarkeit. Vor allem in gewerblichen und öffentlichen Gebäuden wächst daher der Klimatisierungsbedarf.

Der steigende Bedarf an Klimatisierung und Kühlung sollte natürlich durch möglichst energieeffiziente Lösungen abgedeckt werden.

Bisher dominiert hier die Kombination aus Zentralheizung für die Raumwärmeversorgung in der Heizperiode und die Kühlung mit elektrisch betriebenen Anlagen.

Eine attraktive, weil kostengünstige und energiesparende Alternative sind – die mittlerweile auch am europäischen Markt erhältlichen - Gasklimageräte. Diese Anlagen kühlen nicht nur, sondern heizen auch sehr effizient. Die Doppelfunktion bietet zudem viele technische, wirtschaftliche und umweltbezogene Vorteile.

Gasklimageräte haben einen Verbrennungsmotor für den Wärmepumpenprozess. Das macht sie effizient und emissionsarm: Im Heizbetrieb können sie Wärme aus der Umwelt sowie die Motorabwärme nutzen. So erreichen sie hohe Jahresnutzungsgrade, sind schnell betriebsbereit und bieten auch in der kalten Jahreszeit fast die volle Leistung.

Die Geräte stammen meist aus Japan. Weltweit sind bereits weit über eine halbe Million Gasklimagräte im Einsatz. Die Vorteile dieser Technologie können Sie auch nutzen.

Typische Anwendungsgebiete von Gasklimageräten sind beispielsweise:

  • Hotels / Restaurants
  • Büro- und Verwaltungsgebäude, EDV-Räume
  • Ladengeschäfte, Supermärkte, Einkaufszentren
  • Kundenzentren, Praxisräume
  • Autohäuser, Tankstellen mit Verkaufsshops
  • Ausstellungs- und Veranstaltungsräume
  • Krankenhäuser
  • Freizeiteinrichtungen

Gasmotor-Blockheizkraftwerke zählen zu den Kraft-Wärme-Kopplungen. Diese Anlagen dienen der parallelen Erzeugung von Strom und Wärme.

Der erzeugte Strom kann selber verbraucht oder ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Die gleichzeitig anfallende Gasmotor-Abwärme kann z. B. für die Raumwärmeversorgung, die Warmwasserbereitung oder andere gewerbliche bzw. industrielle Zwecke genutzt werden. Auch die Verwendung als Notstromaggregat ist möglich.

Gasmotor-Blockheizkraftwerke werden üblicherweise in Kombination mit einem Gas-Brennwertheizkessel für die Wärme-Spitzenlast bei tiefen Wintertemperaturen betrieben. Für die Wirtschaftlichkeit des Systems sind Jahreslaufzeiten ab etwa 5.000 Blockheizkraftwerks-Betriebsstunden zu empfehlen.

Gute Betriebs- und Wirtschaftlichkeits-Voraussetzungen für Blockheizkraftwerks-Anlagen gibt es für:

  • Mittlere bis größere Hotelanlagen
  • Mittlere bis größere Gastronomiebetriebe
  • Krankenhäuser und Pflegeheime
  • Wärmeintensive Gewerbe- und Industriebetriebe (z. B. Lackierereien, Waschanlagen, Fleischereien, …)
  • Wärmeintensive Industriebetriebe (z. B. Prozesswärme zum Trocknen, Garen, Schmelzen, Heizwärme, …)
  • Große Büro- und Verwaltungsgebäude mit Kühlbedarf im Sommer
  • Fitnesscenter
  • Hallen- und Erlebnisbäder
  • Große Bildungseinrichtungen
  • Wohnsiedlungen
  • Sonderlösungen

Die wesentlichen Vorteile von Erdgas-Blockheizkraftwerken sind die Einsparung von Brennstoffressourcen, der verringerte Ausstoß von Kohlendioxid und Schadstoffen sowie der dezentrale Beitrag zur Stromerzeugung.

Erdgastechnologien gehören zu den effizientesten und umweltschonendsten und bieten von allen Brennstoffen punkto Anwendungsvielfalt die größte Bandbreite.

Neben den Systemen für Heizung und Warmwasser sind im gewerblichen und betrieblichen Bereich vor allem folgende Erdgasanwendungstechnologien interessant:

  • Blockheizkraftwerke
  • Kälteanlagen und Wärmepumpen
  • Griller und Bräter
  • Hochdruckreiniger
  • Laternen
  • Saunen
  • Dampfluftbefeuchter

  • Druckluftanlagen
  • Herde
  • Pizzaöfen
  • Steckdosen
  • Wäschetrockner
  • Kamin-/Kachelofeneinsätze
  • Romantikfeuer
  • Strahlungsheizungen
  • Terrassenstrahler
  • Warmlufterzeuger

In der Industrie ist Erdgas ein optimaler Energieträger, weil es z. B. in Bäckereien oder Textilreinigungen oft darauf ankommt, in möglichst kurzer Zeit Hitze und Wärme verfügbar zu haben und diese genau einstellen zu können.

Neben dem reibungsloser Produktionsablauf sind in Industriebetrieben ja vor allem auch die Kosten von Bedeutung.

Für Unternehmen mit sehr hohem Energieverbrauch ist Erdgas wegen seiner vergleichsweise niedrigen Kosten, der präzisen Regulierbarkeit und den geringen Schadstoffemissionen oft der optimalste Energieträger und bietet im Fertigungsbereich (Schmelzen, Glühen, Härten, Einbrennen) viele Vorteile.

Viele Anwendungen (z. B. schwefelarmer Brennstoff für die Stein- und Keramikindustrie, Nutzung von Abgaswärme für Trocknungsprozesse oder etwa die optimale Regelung sensibler Prozesse) wurden überhaupt erst durch den Erdgaseinsatz möglich!

Kosten- und Verbrauchsstatistik

Energie(kosten) sparen

Erdgas ist eine saubere Energieform mit niedrigen Investitionskosten im Vergleich zu anderen verbreiteten Energieformen. Umweltfreundlich, sparsam, komfortabel, platzsparend und ganz ohne Feinstaub. Moderne Erdgas-Brennwerttechnik trägt wesentlich zum effizienten und sparsamen Einsatz von Energie bei. Erdgas sichert so schon heute eine nachhaltige Energieversorgung.

Vergleichen Sie die Energiekosten der wichtigsten Heizformen und sehen Sie das Sparpotential!

Anhand des folgenden Jahresvollkostenvergleichs können Sie außerdem ersehen, wie preiswert Heizen mit Erdgas im Vergleich zu anderen Energieformen ist:

Balkengrafik Erdgas Vollkostenrechnung bei 30kWh

Balkengrafik Erdgas Vollkostenrechnung bei 45kWh

Wohnnutzfläche: 150 m2
Anzahl Personen im Haushalt: 3
Nutzheiz-Energiekennzahl (NEZ): 30 bzw. 45 kWh/m2 pro Jahr in einem neu errichteten Haus
Warmwasserbereitung über Kessel: ja

Quellen:
Preisblätter LINZ GAS Vertrieb und LINZ STROM Vertrieb,
Regionalenergie Steiermark,
Institut für wirtschaftliche Ölheizung,
Energieinstitut Vorarlberg.

Stand: 21.12.2016

Blick durch eine Fensterscheibe auf eine telefonierende Businessdame.

Angebot und Betreuung

Detaillierte Informationen und individuelle Angebote erhalten Sie von Ihrem persönlichen Kundenberater der LINZ GAS Vertrieb GmbH.

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