Eine Mitarbeiterin der Linz AG Linien lächelt in die Kamera, im Hintergrund ist eine Straßenbahn in der Werkstatt zu sehen.

Gemeinsam die Energiezukunft gestalten - im vielseitigen Team der LINZ

400.000 Menschen und viele Betriebe im Raum Linz verlassen sich auf die Leistungen der LINZ AG, hinter denen auch viele Frauen stehen. Zum Weltfrauentag beantworten die Expertinnen DI Dr. Gabriela Schimo-Aichhorn und Mag. (FH) Christa Zeiner, MBA aus dem Wasserstoff-Team der LINZ AG ein paar Fragen.

Frauen setzen in der LINZ AG ihr Können im Energiemanagement, in der Abfallwirtschaft, oder im IT-Bereich genauso ein wie als Ansprechpartnerin im Kundencenter oder als Lenkerin eines Autobusses. Zwei von ihnen sind DIin Dr.in Gabriela Schimo-Aichhorn und Mag.a (FH) Christa Zeiner, MBA. Sie gehören dem Wasserstoff-Team der LINZ AG an. Ihre Arbeit dreht sich darum, ob, wie und wo Wasserstoff (H2) entlang der Wertschöpfungskette in der LINZ AG eingesetzt werden kann. Das reicht von strategischen internen Projekten bis hin zu EU-weiten Forschungsinitiativen.

Die Linz AG-Wasserstoffexpertinnen Christa Zeiner und Gabriela Schimer-Achhorn lächeln in die Kamera, vor ihnen sind Wasserstoffmoleküle aus Plastik aufgebaut.

DIin Dr.in Gabriela Schimo-Aichhorn (rechts), studierte Wirtschaftsingenieurwesen – Technische Chemie an der JKU und promovierte im Fachgebiet Technische Wissenschaften – Technische Chemie. Mit H2 beschäftigt sie sich seit ihrem Doktorat. Mag.a (FH) Christa Zeiner, MBA studierte Produkt- und Projektmanagement im Fachbereich Energie- und Rohstoffwirtschaft. Zu H2 kam sie u.a. über den Bereich Erneuerbare Energieträger. Heute sind beide im H2-Team der LINZ AG.

Was fasziniert Sie an Technik allgemein?

Schimo-Aichhorn: Mit Naturwissenschaften und Technik kann man (fast) alles erklären, vieles erschaffen bzw. Prozesse erleichtern. In der Technik sehe ich die Chance, Wirtschaft und Wohlstand zu erhalten und dennoch die Energiewende zu schaffen.

Zeiner: Der technische Fortschritt hat das Leben deutlich einfacher gemacht. Die Produktivität und damit auch unser heutiger Wohlstand basieren auf einer Vielzahl von technischen Errungenschaften und wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Und was macht Wasserstoff für Sie so spannend?

Schimo-Aichhorn: Wasserstoff kann sowohl als Rohstoff als auch als CO2-freier Energieträger eingesetzt werden. Als chemisches Element ist H2 spannend, da es die geringste Masse aller Elemente hat und am häufigsten im Universum vorkommt.

Zeiner ergänzt: H2 kann in großen Mengen und über weite Strecken in Pipelines, wie bislang Erdgas, transportiert werden. Mit dem feinen Unterschied, dass kein Kohlenstoffatom an Bord ist.

Was sollte jeder Mensch über Wasserstoff wissen?

Schimo-Aichhorn: Dass man sich vor Wasserstoff nicht fürchten muss. H2 ist seit langer Zeit in der Industrie in Verwendung. Mit dem nötigen Wissen und Technik ist der Umgang mit H2 kein Problem.

Woran arbeitet Ihr Team aktuell?

Zeiner: An mehreren Projekten gleichzeitig. Ein Projekt beschäftigt sich zum Beispiel mit der Einbindung von Untergrund-Wasserstoffspeichern in unser Energiesystem. Im Vordergrund steht die saisonale Speicherung von Überschüssen erneuerbarer Energie, es geht aber auch um die notwendige Infrastruktur für einen Hochlauf der H2- Wirtschaft. In einem anderen Projekt wird die Zukunftsfähigkeit einer H2-Erzeugung in der LINZ AG-Kläranlage Asten geprüft. Ganz generell verfolgen wir technologische Fortschritte im Bereich H2 – immer mit Fokus auf eine Nutzbarkeit für die LINZ AG.

Das Thema H2 scheint stark geprägt von Kooperationen. Gibt es auch H2-Frauennetzwerke?

Schimo-Aichhorn: Die Energiewende wird nur gelingen, wenn zusammengearbeitet wird. Dafür sind Netzwerke wichtig. Ein solches ist Women in Green Hydrogen (WiGH). Das H2-Frauennetzwerk hat es nun auch nach Österreich geschafft. Zeiner: WiGH ist ein internationales Netzwerk zur Stärkung von Frauen am Grünen Wasserstoff-Sektor. Neueinsteigerinnen werden unterstützt, Expertinnen über eine Datenbank vor den Vorhang geholt. Während der H2-Convention 2024 in Linz haben wir uns mit einigen weiteren Vertreterinnen aus Wirtschaft und Forschung formiert und beschlossen, im Rahmen von WiGH Austria in regelmäßigen Austausch zu gehen. Wir freuen uns sehr, dass vor ein paar Tagen ein Netzwerktreffen bei uns in Linz stattgefunden hat.

Weitere spannende Berufsbilder der LINZ AG finden Sie auf www.linzag.at/karriere.

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