Divsere Bau-Fahrzeuge (Lastkraftwagen, Bagger, Traktor) verrichten ihre Arbeiten auf der Mülldeponie in Asten.

Reststoffdeponie der LINZ SERVICE GmbH

Deponie Asten

Die Deponie Asten wird heute als Reststoffdeponie betrieben und ist ein fester Bestandteil der modernen Abfallwirtschaft in Oberösterreich. Derzeit werden auf der Deponie Asten vor allem mineralische Rückstände aus der Abfallverwertung abgelagert, dazu zählen insbesondere Aschen und Schlacken aus Müllverbrennungsanlagen. Sie stellen das stark reduzierte Endprodukt der Verbrennung dar, sodass das zu deponierende Materialvolumen deutlich geringer ausfällt. Gleichzeitig weisen die Rückstände eine hohe chemische Stabilität und nur geringe organische Restanteile auf.

Umwelt und Rekultivierung

Der Betrieb der Deponie erfolgt nach strengen gesetzlichen und technischen Vorgaben. Moderne Abdichtungssysteme, eine gezielte Erfassung von Sickerwasser, Entwässerungseinrichtungen sowie regelmäßige Kontrollen gewährleisten einen hohen Schutz von Boden und Grundwasser. In Gasbrunnen wird Deponiegas eingesammelt und in weiterer Folge daraus Strom erzeugt.

Besonders beeindruckend ist die fachgerechte Rekultivierung nach der Stilllegung des Hausmüll-Deponiebereiches, denn heute ist von der früheren Nutzung kaum noch etwas zu erkennen: Wiesenflächen, Sträucher und Bäume haben sich entwickelt, Tiere haben den Lebensraum angenommen, und ein stabiles Zusammenspiel von Flora und Fauna ist entstanden. Was einst reiner Ablagerungsort war, ist heute ein Beispiel dafür, wie sich technische Nutzung und ökologische Nachsorge verbinden lassen.

Schrittweise Entwicklung der Deponie

Die Deponie Asten wurde 1963 eröffnet. Zu dieser Zeit entsprach es dem damaligen Stand der Technik, gemischte Hausabfälle ohne Trennung abzulagern. Die Umweltauflagen waren deutlich geringer, da viele heutige Standards und Erkenntnisse noch nicht verfügbar waren. In den Jahren 1988 bis 1992 wurde die Deponie Asten gesichert und ausgebaut. 1995 hat die aktive Deponieentgasungsanlage den Betrieb aufgenommen und wurde laufend auf die Bereiche mit reaktiven Abfällen ausgebaut.

Bereits 2004 erfolgte eine Änderung von der ursprünglichen Hausmülldeponie in eine Massenabfalldeponie. Ab diesem Zeitpunkt durften Abfälle nur mehr vorbehandelt und kontrolliert eingebaut werden, ergänzt durch zusätzliche technische Schutzmaßnahmen.

2013 wurde die Deponie Asten zur Reststoffdeponie umgewidmet und dient seither der sicheren und kontrollierten Ablagerung von Abfällen, die nach ihrer Behandlung nicht weiter verwertet werden können. Das Recycling von Wertstoffen wie Metalle und Glas aus den Verbrennungsaschen hilft, das Deponievolumen zu schonen.

Die Deponie Asten zeigt eindrucksvoll den Wandel der Abfallwirtschaft in Österreich – von einfachen Anfängen hin zu einem modernen, verantwortungsvollen Umgang mit unseren Reststoffen und Ressourcen.

Technische Daten

  • Gesamtausdehnung: 30 Hektar
  • Deponievolumen: 5,4 Mio. Kubikmeter (derzeit noch ca. 1,1 Mio. m³ Schüttvolumen auf zwei Kompartimentsabschnitten frei)
  • Schütthöhe: 25-30 m

Technische Einrichtungen

  • Bis in den wasserstauenden Schlieruntergrund einbindende Deponieumschließung mittels Doppelschmalwand-Kammersystem
  • Umschließungsdamm, der die Hochwasserfreiheit auch für das rechnerische HW 500 sicherstellt
  • Drei innerhalb der Umschließung liegende sondengesteuerte Förderbrunnen, durch die eine Absenkung des Innenwasserspiegels um 0,5 Meter gegenüber den umgebenden Grundwasserspiegel erfolgt. In Folge wird das geförderte Sickerwasser über ein Speicherbecken und eine direkte Druckrohrleitung zur Kläranlage geleitet.
  • Betriebsgebäude mit zentraler Leittechnik und vorgelagerter Brückenwaagen, Annahmebereich und Zwischenlagerflächen

Deponieentgasungsanlage

  • seit 1995 in Betrieb
  • Erfassung, Transport und Reinigung des Deponiegases durch eine aktive Entgasungsanlage
  • 39 vertikale Gasbrunnen
  • vier Gassammelstationen zur Regelung der einzelnen Gasbrunnen
  • vier Kondensatentwässerungsschächte
  • Gasverdichterstation mit vorgelagerter Kondensatentwässerung
  • Deponiegasreinigung
  • Gewinnung von ca. 2.000 m³ Deponiegas pro Tag (mit ca. 30 % Methangehalt)
  • Verwertung des Deponiegases durch Verstromung am benachbarten Standort der Kläranlage

Video_Deponie.mp4 | 178 MB
Reststoffdeponie der LINZ SERVICE GmbH
Auseestraße 2 - 4
4481 Asten
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