Neue Schienenachse Linz: Tragewerk

Bautagebuch

Der Überblick über die aktuellen Bauarbeiten vor Ort

Das Bautagebuch wird regelmäßig aktualisiert und um neue Fotos ergänzt.

1.Oktober 2017: Projektübergang an Stadt Linz, Vergabeverfahren

Mit Oktober 2017 ist das Projekt Neue Donaubrücke Linz von der LINZ AG auf die Stadt Linz übergegangen. Die NSL GmbH, eine Tochter der LINZ AG, unterstützt die Stadt Linz bei diesem Projekt.

Für die Bauleistungen ist ein EU-weites, mehrstufiges Vergabeverfahren notwendig, welches voraussichtlich Ende Mai 2018 abgeschlossen wird, sodass der Start der Hauptbauarbeiten im Juni 2018 erfolgen kann.

Pünktlich mit Anfang September 2017 wurde mit den Vorarbeiten für die Errichtung der Neuen Donaubrücke Linz (NDL) begonnen. Neben diversen Umlegungen von Strom-, Gas- , Wasser-, Telekom- und Datenleitungen sind auch verschiedene Adaptierungen zur Baufeldfreimachung erforderlich.

Mit dem Abheben des Vorlandtragwerks auf Linzer Seite wurden alle 7 Tragwerke erfolgreich abgebaut.

Das Linzer Vorlandtragwerk wurde in zwei Teilen mittels Kran auf ein Ponton gehoben und Schiff abtransportiert.

Auch auf der Manipulationsfläche in Urfahr schreiten die Arbeiten zügig voran. Das zerlegte Tragwerk wurde bereits im Hafen eingelagert, die beiden verbleibenden Tragwerke werden zerkleinert und ebenfalls auf das Ponton geladen.

In den nächsten Wochen erfolgen noch Restarbeiten, um die Bauarbeiten plangemäß bis Ende September abschließen zu können.

In den vergangenen zwei Wochen wurden alle drei Stromtragwerke mittels Pontons und Schubschiff an Land gebracht.

Seit heute sind die Tragwerke nebeneinander auf der Manipulationsfläche abgelegt.

Jetzt wird damit begonnen, zwei der Tragwerke für den Abtransport per Schiff zu zerkleinern. Ein Bogen wird in mehrere Teile zerlegt und per Schiff in den Hafen verbracht, wo er zwischengelagert wird, bis die Entscheidung über die Nachnutzung gefallen ist. Ein Transport des Bogens "im Ganzen" ist leider aufgrund der Durchfahrtshöhe unter der VOEST-Brücke nicht möglich.

Heute wurde das erste der drei Stromtragwerke ausgeschwommen und damit ein weiterer Meilenstein im Abbau der Brücke erreicht. Das Ausschwimmen der Stromtragwerke ist eine große technische und logistische Herausforderung:

Ein Ponton wird mittels Stahlseil-Abspannungen und einem Schubschiff unter dem Tragwerk in Position gebracht. Dafür wurden drei Anker in der Donau gesetzt und drei Sicherungspunkte am Ufer installiert. Daran sind Stahlseile befestigt, die mit dem Ponton verbunden sind und mittels Seilwinden angespannt werden.

Das Stromtragwerk wird mit einem Ponton, auf dem selbstfahrende Schwerlastroller und ein ca. 4 Meter hohes Gerüst fixiert sind, angehoben. Dazu wird der mit Wasser gefüllte Ponton unter dem jeweiligen Stromtragwerk platziert. Durch das Abpumpen des Wassers steigt der Ponton mit den Gerüsten in die Höhe und hebt das 710 Tonnen schwere Tragwerk durch den Auftrieb an. Der Ponton hat eine Länge von 61,5 Metern und eine Breite von 22,8 Metern. Die Höhe beträgt 4,5 Meter.

Sobald das Tragwerk vollständig angehoben ist und auf den Gerüsten des Pontons aufliegt, wird durch Anspannung der Stahlseile über die Seilwinden und mittels Schubschiff der Ponton stromaufwärts in Richtung der neuen Schiffsanlegestelle auf Urfahraner Seite ausgeschwommen. Die Brücke wird für das Ausschwimmen zusätzlich mit Zurrketten und Verstärkungsstreben gesichert, da die Rostschäden bereits sehr massiv sind.

Nach Anlegen und Sicherung des Pontons an der Schiffsanlegestelle wird das 710 Tonnen schwere Brückentragwerk mittels selbstfahrender Schwerlastroller (SPMT) über Rampen auf die Manipulationsfläche in Urfahr transportiert.

Die Vorbereitungsarbeiten für den Abbau der drei Stromtragwerke laufen auf Hochtouren. Ein Teil des benötigten Materials wurde bereits angeliefert, derzeit wird die Manipulationsfläche für das Ausschwimmen der Tragwerke vorbereitet.

Die Vorbereitungsarbeiten sowie das Ausschwimmen selbst können sehr gut über unsere Webcams verfolgt werden.

Nicht nur direkt an der Brücke, sondern auch an anderen Stellen finden Bauarbeiten im Zusammenhang mit der neuen Donaubrücke statt. Im Bereich Hafenstraße / Strasserau werden ab Beginn der Sommerferien die Straßenanschlüsse und der Kreuzungsbereich für die zukünftige Auffahrt zur Neuen Donaubrücke vorbereitet.

Außerdem wird in der Hafenstraße von der Abfahrt A7 bis Straßerau eine Busspur errichtet. Davon profitieren die Fahrgäste der Linien 12, 25 und 27 sowie der Schnellbuslinien 70 und 72.

Zur Leistungssteigerung der Unteren Donaulände in Fahrtrichtung Westen wird weiters die Rechtsabbiegespur in die Tiefgarage Parkbad in eine Geradeaus- und Rechtsabbiegespur umgewandelt bzw. verlängert. Damit stehen zwei Geradeausspuren für die Verkehrsteilnehmer zur Verfügung.

Um die Verkehrsbeeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten, wird ein Großteil der Arbeiten in den Nachtstunden und am Wochenende durchgeführt.

Ein wichtiger Meilenstein ist erreicht: Mittlerweile konnten alle drei Vorlandtragwerke in Urfahr per Kran abgehoben werden. Damit ist der Abbau aller drei Vorlandtragwerke in Urfahr abgeschlossen. Auch mit dem Entfernen der Vorlandpfeiler wurde inzwischen begonnen.

Die Tragwerke werden derzeit transportfertig gemacht und voraussichtlich Ende nächster Woche per Schiff abtransportiert.

Das erste Vorlandtragwerk der Eisenbahnbrücke wurde heute Vormittag abgehoben. Um 7 Uhr früh wurde mit den Arbeiten begonnen, im Einsatz waren ein 350-Tonnen-Kran und ein 500-Tonnen-Kran.

Die Arbeiten verliefen plangemäß, das Ausheben der beiden anderen Vorlandtragwerke in Urfahr erfolgt in den nächsten beiden Tagen.

In den vergangenen Tagen wurde auf den Vorlandtragwerken die Fahrbahnplatte entfernt. Dadurch konnte eine weitere Gewichtsreduktion erreicht werden. Ebenso wurde der Radweg und die dazugehörigen Seitenteile entfernt.

Damit wurden sämtliche Einbauten auf den Vorlandtragwerken ausgebaut, voraussichtlich in der kommenden Woche werden die Vorlandtragwerke mittels Kränen abgebaut und per Schiff abtransportiert.

Um in Zukunft möglichst viele Transporte per Schiff statt mit LKWs abwickeln zu können, wird eine Schiffsanlegestelle im Bereich der Manipulationsfläche errichtet. Die Spundwand (Anlegestelle für Schiffstransporte) ist bereits fertig, derzeit wird der Steinwurf (Schutz der Spundwand vor Hochwasser) hergestellt.

Dazu ist eines der größten Universalschiffe auf der Donau samt Seilbagger im Einsatz – Rund 1000 Steine mit einem Gewicht von jeweils 1000kg wurden per Schiff angeliefert und im Bereich der Spundwand eingesetzt.

Anfang Mai wurde mit der Errichtung der Baustelleneinrichtungs- und Manipulationsfläche begonnen. Diese Fläche muss befestigt und abgedichtet werden, damit die Brückenteile dorthin verbracht und zerlegt werden können. Gleichzeitig wird ein neuer Radweg errichtet, da der bisherige Radweg mitten durch die Baustelle führt und daher nicht mehr befahrbar ist.

Die auf der Eisenbahnbrücke befindlichen Versorgungsleitungen wie Steuerungskabel, Stromleitungen und die Gasleitung wurden außer Betrieb gesetzt und abgebaut. Ebenso wurden die elektrischen Anlagen stromlos gemacht und für sämtliche Leitungen alternative Verbindungen hergestellt.

Die Bauarbeiten für die Errichtung der Umkehrschleife Lindbauer schreiten zügig voran. Der Unterbau für die Gleistrasse und die Verkehrsflächen wurden bereits errichtet. Anfang April wird die erste Weiche eingebaut und mit dem Verlegen der Gleise begonnen.

Die Abbauarbeiten sind bereits in vollem Gange. Derzeit wird der gesamte Fahrbahnbelag abgefräst sowie die Gleiseinbauten entfernt. Dies ist notwendig, um das Gewicht der Brücke zu reduzieren.

NSL GmbH
Wiener Straße 151
4021 Linz
Tel. 0732/3400-4000
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