Wie funktioniert Fernwärme?

Erfahren Sie mehr über die Fernwärme

Einfach ausgedrückt funktioniert Ihre Fernwärmeversorgung wie bei einem großen Zentralheizungssystem, wobei die Fernwärme in unseren Kraftwerken erzeugt wird und über ein weit verzweigtes Rohrleitungsnetz zu Ihnen ins Haus bzw. in Ihre Wohnung kommt. Im Fernheizkraftwerk Linz-Mitte ist seit 2005 eine Biomasseanlage in Betrieb. Dabei werden aus Hackgut, Sägespänen und Holzresten Strom und Fernwärme erzeugt. Diese sogenannte Kraft-Wärme-Kopplung verschafft dem Kraftwerk einen Wirkungsgrad von ca. 90 Prozent.

Gerade der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energieträger und der Fernwärmespeicher im Areal des Fernheizkraftwerks sichert den höchstmöglichen Standard in Bezug auf Ihre Versorgungssicherheit. „Unser Fernwärmespeicher zählt zu den fünf größten weltweit, darauf sind wir besonders stolz. Bis 2020 ist es unser primäres Ziel, mit der Inbetriebnahme unseres Reststoffheizkraftwerks im Jahr 2012 den Anteil nicht fossile Brennstoffe auf 50 Prozent zu erhöhen“, so der LINZ AG-Vorstandsdirektor DI Wolfgang Dopf, MBA. Der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energieträger bietet Ihnen zudem den Vorteil, dass sich die Fernwärme der LINZ AG immer mehr aus der Abhängigkeit von globalen Energiepreisen löst und sich dies – vor allem auch aus dem Blickwinkel der Effizienz – sehr positiv auf Ihre Heizkosten auswirkt.

Paar liegt kuschelnd auf der Couch

Netzüberwachungssystem

Einer der zahlreichen Vorteile des Netzüberwachungssystems ist die frühzeitige Störungserkennung. Damit ist eine modemgesteuerte Fernübertragung der Leckwarnüberwachungsgeräte des Fernwärmerohrnetzes möglich. Auch etwaige Stationsstörungen können bei dementsprechend ausgerüsteten Anlagen auf diesem Weg rasch erkannt und behoben werden. Der bisher notwendige Besuch der Übergabestation entfällt zum Teil. Defekte werden beseitigt, noch bevor die betroffenen Kunden sie bemerken.

Fernwärme-Verteilung

Höchste Zuverlässigkeit bei der Fernwärme-Verteilung bietet die „Vermaschung“ des Fernwärmerohrnetzes. Durch Querverbindungsleitungen der einzelnen Leitungsstränge - ähnlich wie bei Maschen eines Netzes - können bei einem Rohrgebrechen Teile des Rohrnetzes gesperrt werden. So werden die Auswirkungen eines Ausfalls möglichst gering gehalten, ansonsten betroffene Kunden werden über andere Leitungsäste versorgt. Die vielen Vorteile der Vermaschung zeigten sich bereits bei der Umlegung von 168 Trassenmetern Fernwärme-Hauptleitung im Bereich des VOEST-Knotens. Während der dreitägigen Umbindungsarbeiten war kein Kunde von einem Fernwärmeausfall betroffen.

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