Die geschichtliche Entwicklung

  Bereits im Jahr 1910 wurde ein Brandlöschtrupp aufgestellt, um damit den Brandschutz für die eigenen Betriebsanlagen zu sichern. Sechs Mann mit sechs Löscheimern standen am Beginn unserer Betriebsfeuerwehr. Die Leitung wurde Karl Haider übertragen.

Erst 13 Jahre später, im Jahr 1923 wurde eine Handdruckspritze angeschafft. Inzwischen hatte Alois Rund das Kommando übernommen.

1938 zählte die ESG Betriebsfeuerwehr bereits 35 Mann und wurde in das Feuerwehrbuch des Landes Oberösterreich eingetragen.

1939 wurde die erste Motorspritze angekauft.

In den Kriegswirren geriet die gesamte Ausrüstung in Verlust. Es war Kommandant Alois Rund, der den Wiederaufbau mit großem persönlichen Einsatz vorantrieb.

In einer mühsamen Kleinarbeit wurden die Gerätschaften zusammengesucht und instand gesetzt.

1950 wurde die Feuerwache III bei der O-Bus Betriebsstelle St.Martin gegründet. Gleichzeitig wurde die Versorgung mit Löschwasser durch eine Zisterne mit 200.000 Liter Inhalt und vier Saugstellen gesichert.

Im Katastrophenjahr 1954 leistete der Betriebsfeuerwehr der ESG beim Hochwassereinsatz wertvolle Schützenhilfe. Diese Tätigkeit fand seinen sichtbaren Ausdruck in den Landesauszeichnungen, die 28 Mitgliedern unserer Wehr überreicht wurden.

Kommandant Alois Rund beendet seine 40jährige Tätigkeit und konnte 1964 seinem Nachfolger - Franz Wlcek - eine schlagkräftige Betriebsfeuerwehr übergeben.

1971 wurde eine Wasserdienstgruppe und 1978 eine Tauchergruppe gegründet. Inzwischen war auch beim Fernheizwerk Nebingerstraße eine Feuerwache eingerichtet worden.

Die Brände in der Remise Urfahr und in der Lackierer Werkstätte - ebenfalls in der Remise Urfahr - im Jahr 1962 wurden erfolgreich bekämpft.

Die ESG Betriebsfeuerwehr leistetet jedoch auch wertvolle Mitarbeit bei den Einsätzen außerhalb des Betriebes. Der Einsatz beim Brand der Pöstlingbergkirche sowie die Teilnahme bei der Bekämpfung der Großbrände des Holzwerkes Schaffer und der Ringbrotwerke stellten die Einsatzstärke unserer Betriebsfeuerwehr voll und ganz unter Beweis.

Im Jahr 1984 übergab Franz Wlcek - nachdem er 20 Jahre der BTF-ESG als Kommandant vorgestanden ist - an seinen Nachfolger Ing. Ludwig Tyma ein geordnetes Feuerwehrwesen.

Nachdem Kommandant Tyma aus der ESG ausgeschieden ist, übernahm sein Stellvertreter Ernst Sulzbacher bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1996 die Aufgabe des Kommandanten unserer Florianijünger.

Seit Herbst 1996 leitet nunmehr Ing. Christian Wieser die Geschicke unserer Wehr. Eine seiner ersten "Großeinsätze" stellte die brandschutztechnische Beratung bei der Errichtung des zentralen Verwaltungsgebäudes dar.

Mit Errichtung des ESG-Center wurde auch die vierte Feuerwache "Center" gegründet.

Im ersten Jahr des neuen Jahrhunderts kann die Betriebsfeuerwehr der ESG ihr 90-jähriges Bestehen feiern.
Ob es die Ausrichtung der Eisstockmeisterschaft der Linzer Feuerwehren, das Grillfest für alle, die Großübung im ESG-Center oder die Arbeitstagung der Oberösterreichischen Betriebsfeuerwehren war, die Betriebsfeuerwehr konnte bei allen Veranstaltungen wieder "ihren Mann" stellen. Mit Zuversicht wird ins nächste Jahrtausend gewechselt. In Hinblick auf den Zusammenschluss von ESG und SBL in die Linz AG wird auch eine Ausdehnung der Betriebsfeuerwehr angestrebt.

Das Erste Jahr des dritten Jahrtausends ist vorbei.
Zahlreiche Einsätze, aber nur 2 kleine Brandgeschehen machten das Ausrücken unserer Mannen erforderlich. Auch im abgelaufenen Jahr hat sich ein verstärktes Augenmerk auf den vorbeugenden Brandschutz wieder "ausgezahlt".
Als hervorzuhebenstens Ereignis gilt die Umbenennung unserer Wehr. Aus der ursprünglichen ESG Betriebsfeuerwehr wurde am 18.Juli 2001 die Betriebsfeuerwehr LINZ AG.
Wie angestrebt konnte bei der Jahres-Vollversammlung am 15.November 2001 die fünfte Feuerwache aus der Taufe gehoben werden. Der Mitgliederstand beträgt nunmehr 82 Mann, davon 8 Reservisten).

Elan und Tatendrang....
mussten die Männer unserer Wehr auch im Jahr 2002 unter Beweis stellen. Neben "normalen" Einsätzen war in diesem Jahr der "Freund" der "Feind". Die Rede ist vom Wasser. Hochwasser im März und zweimal im August forderte unsere Mannen. Mit Sandsäcken und Tauchpumpen ausgerüstet konnten die Ausfallszeiten von Stromversorgungs- und Verkehrsanlagen so kurz wie möglich gehalten werden.
Bei der Jahres-Vollversammlung am 28.Oktober 2002 wurde unser Generaldirektor Max Stockinger  - für besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen - mit der Feuerwehr-
Verdienstmedaillie der Stadt Linz - 1.Stufe ausgezeichnet. 
Der Mitgliederstand beträgt 80 Mann, davon 7 Reservisten).

Bombenstimmung....
war im abgelaufenen Jahr im Bereich der LINZAG angesagt. Im Zuge der Erweiterung unseres "Center's" wurde eine Fliegerbombe gefunden, die einen Evakuierungseinsatz zur Folge hatte. Mit nur einem kleinen Brandeinsatz im abgelaufenen Jahr konnte die Wichtigkeit des vorbeugenden Brandschutzes wieder einmal unter Beweis gestellt werden. Als Besonderheit kann die Aufnahme der ersten Linzer Feuerwehrfrau "Kerstin Koch" in unseren Reihen bezeichnet werde. Bei der Jahresvollversammlung am 21.Oktober wurden zahlreiche Kameraden mit Ehrungen für den Hochwassereinsatz im Vorjahr und für Verdienste um das Feuerwehrwesen in Stadt und Land ausgezeichnet.
Der Mitgliederstand beträgt 80 Mann, davon 7 Reservisten).

NEU - BEWÄHRT - VORBEI 
So kann man die Aktivitäten rund um unsere Betriebsfeuerwehr im abgelaufenen Geschäftsjahr 2004 bezeichnen. 
NEU waren nicht nur 6 Kameraden, die bei der JVV am 4.November angelobt werden konnten. 
NEU war nicht nur das Fahrzeug für die Feuerwache Bahn, das bei der JVV erstmals den Kameraden und der Firmenleitung vorgestellt wurde (die Auslieferung ist erst Mitte November vorgesehen). 
NEU war vor allem auch unser Generaldirektor Mag. Alois Froschauer, der erstmals in seiner neuen Funktion der JVV beiwohnte. 
BEWÄHRT haben sich die Aktivitäten unserer Kameraden in Hinblick auf den vorbeugenden Brandschutz. 
BEWÄHRT haben sich auch die zahlreichen Schulungen im Umgang mit den Löschgeräten der ersten Löschhilfe (so konnte vier Brände in der Entstehungsfase mittels Feuerlöschern der Garaus gemacht werden). 
BEWÄHRT hat sich ein ehemaliges Kantinengebäude im Hafenbereich. In diesem wurden - mit tatkräftiger Unterstützung durch die Kameraden - die Räumlichkeiten der Feuerwache Hafen untergebracht. 
VORBEI sind die ersten 600 Lebensmonate unseres Kommandanten. 
VORBEI sind die umfangreichen Arbeiten der Feuerwache Bahn (vor allem Gruppenkommandant Kanotscher) im Zusammenhang mit dem Neuen LFB-A2. 
VORBEI ist aber auch die aktive Zeit von Generaldirektor Dkfm. Max Stockinger, dem bei der JVV u.A. die Florianiplakette in Silber, das Bezirksfeuerwehrverdienstkreuz in Gold und eine Florianistatue überreicht wurden. Herzlichen Dank allen die mitgeholfen haben, dass auch das Jahr 2004 wieder als erfolgreiches Jahr in der Geschichte unserer Betriebsfeuerwehr bezeichnet werden kann.
Der Mitgliederstand beträgt 82 Mann.

Auch das Jahr 2005 
Als herausragendster Einsatz im Berichtszeitraum muss wohl die Explosion einer Fliegerbombe am 7.Oktober 2004 bezeichnet werden. Im Zuge der Bauarbeiten für das neue Biomasse-Heizkraftwerk am Gelände des FHKW LINZ Mitte kam es zu diesem Ereignis, wobei der rasche und organisierte Einsatz unserer Wehrmänner einen wesentlichen Beitrag zur Abwicklung des Großereignisses darstellte. Zitat eines verantwortlichen Kripo Mannes "Durch die perfekte Ersthelferleistung der Betriebsfeuerwehr, waren keine Menschenleben zu beklagen".
Als "Feuerwehrfeiertag" kann der 4.Juli bezeichnet werden. An diesem Tag wurde das neue LFB-A2 in einer würdigen Feier gesegnet und offiziell der Bestimmung übergeben.
Die Jahresübung im September im Despachingcenter - gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr, der BTF Vöest, den Rettungsorganisationen und der Polizei wurde perfekt abgewickelt.
Und bei der Jahresvollversammlung am 10.November konnten 3 neue Mitglieder in unsere Reihen aufgenommen werden.
Der Mitgliederstand beträgt 85 Mann und 1 Frau.

 

Altes blieb auch 2006 nicht beim Alten 
Altbewährtes hat sich im abgelaufenen Jahr in vielen Bereichen geändert. Der langjährige Schriftführer Peter Wegmaier legte seine Funktion nieder. Nachfolgerin ist Kerstin Koch. Seit 1996 war Hermann Gass Kassier. Seine verantwortungsvolle Aufgabe übernimmt Christian Blumauer. Die Feuerwachen Bus und Center wurden zu einer Feuerwache Center zusammengeschlossen, Gruppenkommandant ist Erwin Hebenstreit. Das Feuerwehrhaus der Feuerwache Center wurde neu gestaltet (eigener Umkleidebereich, Schulungs- und Mannschaftsraum im Untergeschoss und in den Räumlichkeiten des ehemaligen Friseurs in der Westbahnstrasse wurden eine Atemschutzwerkstätte installiert).
Und bei der Jahresvollversammlung am 9.November
konnten 2 neue Mitglieder in unsere Reihen aufgenommen und angelobt werden.
Der Mitgliederstand beträgt 87 Mann und 1 Frau.

 

Das Jahr 2007 gab es auch diesmal 
Mit dieser nicht alltäglichen Überschrift soll nur eines festgehalten werden, dass von der bisher gepflogenen Kultur - die Jahres-Vollversammlungen jeweils im Herbst abzuhalten - abgegangen wurde und ab sofort der Berichtszeitraum auf das Kalenderjahr verlegt worden ist.
Im ersten Jahr erstreckt sich nunmehr der Berichtszeitraum vom 1.Oktober 2006 bis zum 31.12.2007. Als einen der Hauptpunkte kann man sicherlich bezeichnen, das am Gelände des LAG Centers die größte Gasverdichterstation Europas errichtet wurde. Diese neue Herausforderung wurde bereits im Zuge der Jahresübung 2007 beübt. Durch gesetzliche Änderungen wurde im Berichtzeitraum die Neuanschaffung der Dienstbekleidung erforderlich. Diese antistatische - nunmehr dunkelblaue Bekleidung - wurde im Zuge der Vollversammlung am 30.4.2008 offiziell übergeben. Der Jahresbericht stellte einmal mehr dar, dass die Betriebsfeuerwehr ein wesentlicher, wenn nicht sogar der wesentlichste Sicherheitsfaktor in der LINZ AG ist.

Und bei der Jahresvollversammlung am 30.April konnten 2 neue Mitglieder in unsere Reihen aufgenommen und angelobt werden.
Der Mitgliederstand beträgt 76 Mann und 1 Frau.

 

Das Jahr 2008 begann ganz anders
Anders als die Jahre zuvor, begann das Jahr 2008 mit einem Großereignis. Am 4.Jänner vernichtete ein Großfeuer eine Gefahrstoffhalle im Bereich des Hafens. Alle Feuerwachen waren im Einsatz und konnten gemeinsam mit der BF Linz und anderen Wehren einen größeren Schaden verhindern. Bereits am 28.Jänner kam es im Bereich des FHKW LINZ Mitte im Zuge von Schneidarbeiten bei einem Öltank zu einem Brandausbruch, welche durch den raschen Einsatz unserer Wehr "praktisch im Nichts" gelöscht werden konnte.
Neben zahlreichen technischen Einsätzen wurden natürlich auch wieder Übungen abgehalten und in Summe 4763 Stunden dafür aufgewendet. Als herausragende Leistung muss hervorgehoben werden, dass unsere Schriftführerin Kerstin Koch im Jahr 2008 vier Landes-Leistungsabzeichen (mit dabei auch das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold) mit Erfolg absolviert hat - KAPPE AB.
Der Jahresbericht stellte einmal mehr dar, dass die Betriebsfeuerwehr ein wesentlicher, wenn nicht sogar der wesentlichste Sicherheitsfaktor in der LINZ AG ist.
Und bei der Jahresvollversammlung am 12.März konnten diesmal leider keine neuen Mitglieder in unsere Reihen aufgenommen werden.
Der Mitgliederstand beträgt 76 Mann und 1 Frau.

 

Das Jahr 2009 war das Letzte
Das Letzte Jahr war das Jahr 2009, in dem unsere Betriebsfeuerwehr sagen konnte: "Das Alter unserer Betriebsfeuerwehr ist zweistellig".
Ja und genau dieser Umstand war es, der zahlreiche Vorbereitungen für das Jubiläumsjahr 2010 erforderlich machte.
Neben diesen Vorbereitungen waren wir aber auch im Jahr 2009 gefordert, technische Einsätze und auch kleinere Brandeinsätze abzuwickeln. Natürlich wurde auch auf die Aus- und Weiterbildung nicht vergessen und so wurden in Summe ca. 4100 Stunden dafür aufgewendet. 
Der Jahresbericht stellte einmal mehr dar, dass eine der Hauptaufgaben unserer Betriebsfeuerwehr, die Vermeidung von Bränden ist. So wurde auch im Berichtsjahr die Anzahl der Brandmeldeanlagen auf 78 erhöht. Die Menge der Brandmelder beläuft sich bereits auf ca. 13800. Damit die Alarmierungssicherheit auch weiterhin gewährleistet ist, wurden "nebenbei" auch bestehende Anlagen erneuert.
Bei der bei der Jahresvollversammlung am 25.März konnten diesmal wiederum ein neues Mitglied angelobt werden.
Der Mitgliederstand beträgt 72 Mann und 1 Frau.

 

Das Jubiläumsjahr 2010
Die Festschrift
Es war ein guter Anfang, als sich im April 1910 sechs Idealisten zusammenfanden um eine wehr zu gründen, ein langer, nicht immer leichter weg lag vor ihnen. Karl Haider, Alois Rund, Franz Wlcek waren die Männer der ersten Jahre.
D
urch die kontinuierliche Weiterentwicklung und dem steten bemühen um Zusammenarbeit mit den wehren des Bezirkes erreichte unsere Betriebsfeuerwehr einen hohen Stellenwert im Feuerwehrwesen der Landeshauptstadt Linz.
I
m abgelaufenen Jubiläumsjahr 2010 konnten wir dank großzügiger Unterstützung einige Geburtstagsveranstaltungen mit interessanten Themen im Bereich der LINZAG durchführen.

D
ie ersten 100 Jahre sind Geschichte, die Zukunft begann nur einen tag danach, was immer sie auch bringen mag, wir werden uns den Anforderungen zu stellen wissen und so wie bisher in kameradschaftlicher Art und Weise unseren
freiwilligen Dienst am Nächsten zu leisten.

 

Im Laufe der Jahre war der Bestand unserer Betriebsfeuerwehr oftmals gefährdet. Es waren sodann die Betriebsräte, die - früher den Vorstand der ESG und nunmehr den Vorstand der LINZ AG - dazu bewogen, ideelle und finanzielle Unterstützung zu leisten. Dabei wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass mit dem Begriff "Feuerwehr" schon längst nicht nur das rote Auto mit Blaulicht, lodernde Flammen und Helmbewehrte Feuerwehrmänner am Löschrohr verbunden sind. Die geschulten Männer sind aufgrund ihrer Ausbildung und ihrer ständigen Übungen in der Lage, Gefahrenquellen zu erkennen und einen vorbeugenden Schutz zu leisten.

In den meisten Fällen kommt es auf das richtige Handeln in den ersten Minuten an, bis eben die Feuerwehrprofis am Gefahrenherd eintreffen. Deswegen spannt sich der Aufgabenbogen der BTF LINZ AG über den Schutz und die Sicherheit im Betrieb weit hinaus, betrifft sowohl alle Agenden des vorbeugenden Brandschutzes, als auch die Hilfe bei Brand- oder Hochwassereinsätzen und bei Bergungen.

Geblieben ist in allen Jahren der Geist der Freiwilligkeit und der persönlichen Einsatzbereitschaft, um Gut und Geräte des Betriebes und vor allem das Leben der Betriebsangehörigen zu schützen.